Architektenvertrag

Der Architekt ist Ihr Planer, Organisator, Koordinator, Kontrolleur für Qualität und Kosten - alles zugleich oder nur in einzelner Funktion, je nachdem, wie Sie ihn beauftragen. Der Vertrag ist ein Werkvertrag und bedarf keiner Schriftform. Er sollte aber schriftlich abgeschlossen werden.

Architektenauftrag - Worauf Sie achten müssen!

Bevor Sie eine Architektenleistung beauftragen, möchten Sie sicher gehen, dass die Architektin oder der Architekt Ihren Traum vom Eigenheim nach Ihrem Geschmack realisieren kann. Architekten sind oft auch bereit, in gewissem Umfang kostenlos tätig zu werden, um Vertrauen zu bilden. Die Grenze zum kostenpflichtigen Architektenauftrag ist fließend und nicht selten folgen, wenn Sie sich nach dem ersten Kontakt gegen die Dienstleistung entscheiden, eine Rechnung und der Streit darüber, ob Sie die wirklich bezahlen müssen. Das Problem ist der stillschweigend abgeschlossene Architektenvertrag.

Die Rechtsprechung geht davon aus, dass Architekten in der Regel entgeltlich tätig sind. Deshalb müssen Sie davon ausgehen, dass deren Dienste zu bezahlen sind. Damit ist jede Tätigkeit - auch eine erste Beratung – kostenpflichtig. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie bereits beim ersten Kontakt klären, ob und welche Leistungen kostenfrei sind, und halten Sie das Ergebnis schriftlich fest. Achten Sie darauf, dass es in der Vereinbarung "kostenfrei" heißt und nicht etwa "unverbindlich". Denn Unverbindliches ist juristisch betrachtet nicht ohne Weiteres kostenlos.

Architektenvertrag

Signalisieren Sie in irgendeiner Form, dass Sie das Projekt mit dem Architekten oder der Architektin umsetzen möchten, entsteht der stillschweigende Architektenvertrag. So lange kein Streit entsteht, ist dies in Ordnung. Da hier der Vertrag aber praktisch nebenbei geschlossen wird, besteht ein besonders großes Risiko, dass wichtige Punkte nicht geklärt sind und Missverständnisse entstehen.

Die häufigsten Gründe für einen Rechtsstreit mit Architekten sind Missverständnisse wegen mangelnder Absprache. Ungeklärt sind oft, welche Aufgaben genau der Architekt ausführen und welches Honorar er dafür berechnen soll und wie hoch die Kosten des geplanten Hauses sein dürfen. Es ist wichtig, von Anfang an klar mit dem Architekten oder der Architektin zu besprechen, was Sie erwarten. Alle diese Punkte können ohne Probleme im Architektenvertrag geklärt werden. Daher ist es immer der beste Weg, einen schriftlichen Vertrag zu schließen, sobald Sie sicher sind, dass Sie mit dem Architekten Ihr Haus bauen möchten.

Bei der Gestaltung des Vertrags sollten Sie darauf achten, dass die Aufgaben beschrieben werden. Viele Verträge beschränken sich darauf, das Honorar zu regeln.

Achten Sie darauf, dass der Vertrag auch Vorgaben für das Ergebnis, dass erreicht werden soll, nennt. Sie können natürlich in der Regel noch nicht bis ins Detail festlegen, wie Ihr Haus am Ende aussehen soll. Sie können aber grobe Vorgaben machen, zum Beispiel zu den maximalen Kosten, der Zimmerzahl, der Wohnfläche, dem energetischen Standard und vielem mehr.

Tipp

Wenn Sie einen Formularvertrag vorgelegt bekommen, sollten Sie diesen vor Unterschrift sorgfältig prüfen. Ansonsten kann das „Kleingedruckte“ unangenehme Überraschungen für Sie bergen. Dies gilt auch für den Einheits-Architektenvertrag, einem Vertragsformular, das häufig Verwendung findet.

Stand: 
Mittwoch, 23. März 2016

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Gutachter und Sachverständige dienen zur Abnahme bestimmter Bauschritte und zur Qualitätsprüfung.  

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