Holz- und Leichtbauweise

Die Leichtbauweise wird in der Regel mit dem Baustoff Holz ausgeführt, Konstruktionsformen sind hauptsächlich die Holzskelettbauweise und die Holztafelbauweise, die vor allem bei Fertighäusern verwendet wird.

Viele deutsche Bauherren stehen dem Baustoff Holz immer noch skeptisch gegenüber, da ein „richtiges“ Haus nach Auffassung deutscher Bautradition aus soliden Mauersteinen zu bestehen hat. Doch viele Vorteile von Holzhäusern sind bis heute nicht bekannt.

So bietet Holz hervorragende Dämmwerte. Darüber hinaus ist es ein nachwachsender Rohstoff und unterstützt bei nachhaltiger Forstwirtschaft, wie sie in Deutschland betrieben wird, die Waldwirtschaft. Viele Fertighausfirmen bieten ausgereifte und langlebige Systeme in Holztafelbauweise an.

Vorteile der Leichtbauweise

  • Hoher Vorfertigungsgrad
  • Geringe Wandstärken bei guter Wärmedämmfähigkeit
  • Schnelle Bauzeit und wenig Baufeuchte im Bauprozesss
  • Temperaturänderungen finden auf Grund der geringen Speichermasse schneller statt

Nachteile der Leichtbauweise

  • Eingefangene Sonnenwärme kann nicht so wirkungsvoll gespeichert werden.
  • Der Schallschutz ist beim Standardleichtbau schlechter als beim Massivbau.
  • Der sommerliche Wärmeschutz ist weniger gut als bei massiven Bauteilen.
  • Änderungen an der tragenden Konstruktion sind schwierig.
  • Die korrekte Ausführung der Luftdichtheitsebene ist problematisch.

     
     

Tipp

Weitere Informationen zur Holzbauweise finden Sie im Ratgeber Kauf und Bau eines Fertighauses. 

Besondere Informationen

Holztafelbau

Die bekannteste und verbreitetste Bauart ist die Holztafelbauweise. Die tragenden Wandbauteile bestehen zumeist aus Holzständerwerken, die mit großformatigen Holzwerkstoffplatten beplankt werden. Die Wandteile werden im Werk entweder einseitig oder beidseitig beplankt vorgefertigt. Die Aussteifungen (Gefache) sind mit Wärmedämmung gefüllt.

Im Unterschied zur Holzskelettbauweise wird bei der Tafelbauweise die Last des Hauses nicht von dem Holzskelett, sondern von der kompletten Wand getragen, eben von der Holztafel. Zusammen mit den Decken bilden die Wände die tragende Konstruktion des Hauses.

Bei beidseitiger Beplankung mit Holzwerkstoffplatten ist die Wärmedämmung bzw. Schallisolierung schon mit den dazugehörenden Installationen wie Wasser-, Abwasser-, Heizungs- und Elektroleitungen enthalten. Als Dampfbremse auf der Innenseite werden luftdicht verklebte Folien, Baupappen oder Holzwerkstoffplatten eingesetzt. Nicht tragende Leichtbaukonstruktionen im Innenbereich bestehen aus Holzständern oder Aluminium-Profilen und werden auf der Baustelle mit großformatigen Gipsbauplatten oder Gipsfaserplatten beplankt.

Holzskelettbauweise

Bei der Skelett- bzw. Holzständerbauweise wird die Last des Hauses von dem Holzskelett getragen. Dabei werden Holzbalken zu einem Traggerüst verschraubt, in das später Wandausfachungen und Bodeneinsätze montiert werden. Die Konstruktion ist in sich tragend und biegesteif, sodass die Ausbauelemente keine Tragwirkung erbringen müssen. Als Dampfbremse auf der Innenseite werden luftdicht verklebte Folien, Baupappen oder Holzwerkstoffplatten eingesetzt.

Die Skelettbauweise wird vorwiegend dort eingesetzt, wo es um eine hohe Variabilität des Wandausbaus geht, zum Beispiel bei halboffenen Lagerhallen. Aber auch Dachausbauten entstehen häufig in Holzskelettbauweise.

Holzblockbauweise

Diese Bauweise findet man zumeist bei historischen Holzbauten, zum Beispiel in den Alpen, Skandinavien oder in Nordamerika. Dabei werden die Wände eines Hauses aus liegenden, ineinander verfachten Balken und Stämmen errichtet.

Stand: 
Donnerstag, 7. April 2016

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Gutachter und Sachverständige dienen zur Abnahme bestimmter Bauschritte und zur Qualitätsprüfung.  

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