Dämmung Dach

Eine fachgerechte Dämmung und Luftdichtung im Dachgeschoss erhöht die Behaglichkeit, senkt die Heizkosten und vermeidet Bauschäden.

Wer Energie sparen möchten, sollte die Dämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke ganz oben auf die Prioritätenliste setzen, da sich hier oft mit einem vergleichsweise geringen Aufwand ein hoher Energiestandard erreichen lässt. Zudem schützt die Dämmung des Daches in den Sommermonaten vor einer Überhitzung der Dachgeschossräume.

Ein Dach unterliegt extremen Wärme-Kälte-Unterschieden. Die absolute Temperaturdifferenz am Dach beträgt über das ganze Jahr gerechnet 80 bis 100°C. Hinzu kommt eine starke Belastung durch Wind und Feuchtigkeit in Form von Regen und Schnee. Ungedämmte Dachwohnungen leiden im Winter unter hohen Wärmeverlusten und im Sommer unter Überhitzung. 

Bestandsimmobilien

  • Die Art der Dachdämmung bei einer Bestandsimmobilie hängt von der Art des Daches ab und an welchen Bauteilen und in welcher Position die Dämmung angebracht wird.
  • Wo die Dachdämmung angebracht wird hängt nicht zuletzt von der Konstruktion des vorhandenen Daches ab und ob die Dachdeckung erneuert werden soll.

Neueindeckung des Daches

  • Bei einer Neueindeckung des Daches kann das Dämmpaket auf die vorhandene Konstruktion gepackt werden.
  • Bereits ausgebauter Wohnraum unter dem Dach wird dadurch nicht beeinträchtigt. Bleibt die Dachdeckung bestehen, kann von innen gedämmt werden.
Tipp

Weitere Details und wichtige Informationen zur Dachsanierung erhalten Sie auf der Homepage der Verbaucherzentrale.

Besondere Informationen

Dämmung der obersten Geschossdecke

  • Wird das Dachgeschoss nicht als beheizter Raum genutzt, ist es meist wirtschaftlicher, an Stelle der Dachschrägen die oberste Geschossdecke zu dämmen.
  • Dabei werden Dämmplatten oder -matten auf die vorhandene Decke gelegt, wobei – insbesondere an den Deckenrändern – eine fachgerechte Ausführung wichtig ist.
  • Wenn die oberste Geschossdecke nicht betreten werden muss, kann auch ein loser Dämmstoff aufgebracht werden.
  • Die Dämmebene des Dachs oder der obersten Geschossdecke muss möglichst lückenlos an die Außenwanddämmung anschließen, um Wärmebrücken an dieser Stelle zu vermeiden.
  • Der Wärmedämmwert der Decke darf den U-Wert von 0,24 W/(m2 K) nicht übersteigen, was einer Dämmschicht von circa 14 bis 18 Zentimetern entspricht.

Dämmpflicht

  • Eigentümer von Häusern, deren Obergeschossdecken noch nicht gedämmt sind, sind nach der Energieeinsparverordnung sogar zur Dämmung verpflichtet, sofern die Dachräume unbeheizt sind und auch das darüber liegende Dach keine Dämmschicht besitzt. Dies erfordern die in der EnEV festgelegten Nachrüstpflichten
  • Die Dämmpflicht gilt sowohl für begehbare oberste Geschossdecken (zum Beispiel nicht ausgebaute Aufenthalts- oder Trockenräume), als auch für nicht begehbare Dachgeschossdecken (etwa nicht ausgebaute Spitzböden).
  • Über die Ausnahmen könne Sie sich hier informieren. 

Dämmung für geneigte Dächer

  • Die meisten Neubauten im privaten Wohnungsbau haben heutzutage ein geneigtes Dach. Gängige Formen sind das Satteldach, das Pultdach, das Walm-/Krüppelwalmdach oder auch das Tonnendach. Auch Flachdächer sind heute meist flachgeneigte Dächer mit obenliegender Gefälledämmung.
  • Die Ausführung des Dachs erfolgt üblicherweise als Leichtbaukonstruktion in Holz, die - anders als bei einer gemauerten Wand - Belastungsunterschiede durch leichte Bewegungen ausgleicht.
  • Bei einer Dachsanierung fordert die Energieeinsparverordnung (EnEV) für Dachschrägen und Drempelwände ausgebauter Dächer einen maximalen Wärmedurchgangswert (U-Wert) von 0,24 W/(m2 K) sowie eine luftundurchlässige Abdichtung von Fugen entsprechend dem Stand der Technik.
  • Der Dämmwert wird – bei Verwendung eines üblichen Dämmstoffs und unter Berücksichtigung des Sparrenanteils des Daches – mit einer Dämmschicht von rund 20 Zentimetern erreicht.
  • Um einen optimalen Wärmeschutz zu erreichen oder die Anforderungen für KfW-Fördermittel zu erfüllen, sind jedoch höhere Dämmschichtstärken erforderlich.

Dämmung Flachdach

  • Das moderne Flachdach, das häufig als Stahlbetonkonstruktion ausgeführt wird, ist vergleichsweise einfach zu dämmen.
  • Es wird fast ausschließlich als Warmdach oder Umkehrdach ausgeführt. Eine Hinterlüftung der Dämmung (Kaltdach) ist aufgrund der feuchteunempfindlichen Dämmstoffe nicht mehr erforderlich.
  • Für Flachdächer verlangt die EnEV einen U-Wert von 0,20 W/(m2 K).
  • Nach den Empfehlungen der Flachdachrichtlinien soll die Dachneigung mindestens 2 % (1,1°), besser 5 % (2,9°) betragen. Dies wird in der Regel durch die sogenannte Gefälledämmung erreicht.
Stand: 
Dienstag, 12. April 2016

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