Dämmung Keller

Die Wärmedämmung von Kellerdecken wird vielfach vernachlässigt. Dabei können Sie mit geringem finanziellen Aufwand Energie sparen und durch Anhebung der Oberflächentemperatur des Erdgeschoss-Fußbodens die Behaglichkeit steigern.

Kellerbereiche sind häufig unbeheizt und liegen zumindest teilweise im Erdreich. Üblicherweise bildet dieser Bereich den unteren Abschluss zur beheizten Wohnfläche darüber. Der Keller unterliegt geringeren Temperaturschwankungen als die an die Außenluft grenzenden Bauteile. Deshalb kann die Dicke einer Wärmedämmung zum Beispiel an der Unterseite der Kellergeschossdecke etwas geringer ausfallen.

Dämmbereiche Keller:

  • Bodenplatte
  • Unterer Gebäudeabschluss
  • Kellergeschossdecke

Eine Dämmung dieser Flächen ist nicht nur aus Behaglichkeitsgründen empfehlenswert. Auf einem gut gedämmten Erdgeschoss-Fußboden bekommt man nicht so schnell kalte Füße, auch der Wärmeverlust hält sich in Grenzen und hilft damit Energiekosten zu sparen. Wie bei anderen Bauteilen sollte bei dem Einbau auf Luftdichtheit und Vermeidung von Wärmebrücken geachtet werden, sonst riskiert man Feuchtigkeit und damit Schimmel.

Bei Kellerräumen, die beheizt werden sollen, müssen sowohl die Außenwände als auch die Bodenplatte gedämmt werden. Sowohl Bodenplatten als auch Kellerdecken können unterseitig, oberseitig oder sowohl unterseitig als auch oberseitig gedämmt werden. Der untere Abschluss bei Gebäuden muss nach EnEV einen U-Wert von 0,35 aufweisen. Dies entspricht einer Dämmstoffdicke von mindestens 12 cm der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 040.

Im Energieeffizienzhausbereich gelten höhere Anforderungen. Bodenplatten bei bewohnten Kellern oder nicht unterkellerten Gebäuden im Niedrigenergiehaus sollten einen U-Wert zwischen 0,15 und 0,30 W/m²K aufweisen. Dies entspricht einer Dämmstoffdicke von mindestens 12-15 cm der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 040.

Systemaufbau
Eine gedämmte Bodenplatte ist folgendermaßen aufgebaut:

  • Estrich
  • PE-Folie
  • Dämmung (z.B. 12 cm Polystyrol)
  • Dampfsperre, fugendicht
  • Bewehrte Betonbodenplatte
Tipp

Erfahren Sie mehr über die Wärmedämmung, im Verbraucherzentralen-Ratgeber Wärmedämmung – vom Keller bis zum Dach!

Besondere Informationen

Hinweise zur Ausführung

  • Die Dämmschicht auf der Betondecke macht gegebenenfalls eine Geschosserhöhung zur Sicherung einer ausreichenden, lichten Raumhöhe erforderlich.
  • Der Höhenausgleich kann zum Beispiel durch den „Wärmeblock" (hochwärmedämmender Stein) als erste Steinlage (Porenbeton etc.) auf der Bodenplatte realisiert werden.
  • Bei einem Neubau ist die Verlegung einer Dämmschicht unterhalb der Bodenplatte sinnvoll. Hierzu geeignet sind feuchteunempfindliche Wärmedämmstoffe der Kennzeichnung WD, wie zum Beispiel Perliteschüttungen/-platten oder Schaumglas (teuer). Die Bodenplatte muss auf jeden Fall frostfrei gegründet sein.
Stand: 
Dienstag, 12. April 2016

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