Eigentumsarten

Die typische Verbindung aus Gemeinschaft und Individualität im Wohnungseigentum ermöglicht zwei Eigentumsarten: das Gemeinschaftseigentum und das Sondereigentum (bei nicht zu Wohnzwecken gedachten Räumen: Teileigentum).

Gemeinschaftseigentum

Zum gemeinschaftlichen Eigentum gehören:

• das Grundstück,
• alle Gebäudeteile, die zwingend für den Bestand und die Sicherheit des Gebäudes erforderlich sind wie das Dach,
• die Außenwände,
• sonstige tragende Wände,
• die Heizungsanlage,
• der Fahrstuhl,
• das Treppenhaus,
• die Antennenanlage sowie
• die Wasser-, Abwasser- und sonstigen Versorgungsleitungen.

Grundsätzlich stehen alle Teile des Gebäudes, die nach außen sichtbar sind, im Gemeinschaftseigentum.

Sondereigentum

Das Sondereigentum (bzw. Teileigentum) ist derjenige Bereich, der Ihnen allein gehört. Das ist Ihre Wohnung oder Ihr Haus mit Ausnahme der Gebäudeteile, die zum Gemeinschaftseigentum gehören. Auch innerhalb Ihrer Wohnung befinden sich tragende Wände, die Gemeinschaftseigentum sind. Aber auch die Wohnungstür gehört dazu, weil sie nach außen sichtbar ist.

Je weiter das gemeinschaftliche Eigentum reicht, desto mehr gemeinschaftliche Entscheidungen müssen getroffen werden und desto mehr Vorgaben und Beschränkungen können auf Sie zukommen. Als einzelner Eigentümer dürfen Sie ohne Rücksprache mit den anderen nur über Ihr Sondereigentum entscheiden. Über Angelegenheiten, die das gemeinschaftliche Eigentum betreffen, muss die Eigentümergemeinschaft entscheiden. Dies kann für bestimmte Wünsche eine erhebliche Einschränkung bedeuten.

Alle Änderungen, die die äußere Gestaltung des Hauses betreffen, können Sie nur in Abstimmung mit den übrigen Eigentümern vornehmen. Dies kann beispielsweise für eine Balkonmarkise, aber auch für den Einbau eines Kamins oder selbst einer  Dunstabzugshaube gelten, wenn Sie dafür das Gemeinschaftseigentum ändern müssen. Wenn keine nachvollziehbaren Gründe gegen ein Vorhaben eines Eigentümers bestehen, ist häufig eine Pflicht auf Zustimmung vereinbart.

Zugleich ist die Gemeinschaft verpflichtet, entstehende Kosten zu tragen, beispielsweise bei Reparaturen am Dach. Die Verteilung dieser Kosten innerhalb der Gemeinschaft erfolgt nach dem Verhältnis der Eigentumsanteile bzw. nach den Bestimmungen in der Gemeinschaftsordnung.

Besondere Informationen

Sondernutzungsrecht

Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ermöglicht es außerdem, gemeinschaftliches Eigentum einem Einzelnen zur ausschließlichen Nutzung zur Verfügung zu stellen. Dafür erhält der Nutzer ein Sondernutzungsrecht. Wird Ihnen für etwas, was zum gemeinschaftlichen Eigentum zählt, ein Sondernutzungsrecht eingeräumt, können Sie selbstständig gestalten, tragen dafür aber auch die Kosten allein. Ein Beispiel ist die Gartenfläche vor oder hinter einem Reihenhaus. Sie ist als Bestandteil des Grundstücks gemeinschaftliches Eigentum, so dass die Gestaltung und die Nutzung an sich Gemeinschaftssache ist. Erhalten Sie ein Sondernutzungsrecht, gestalten und nutzen Sie den Garten allein. Wie weit Sie dabei freie Hand haben, hängt von dem konkreten Inhalt des Sondernutzungsrechtes ab.

Stand: 
Mittwoch, 18. November 2015

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