Vor-Ort-Beratung

Inanspruchnahme eines Energieberaters

Förderart:
Zuschuss
Förderumfang:
800 EUR - 1100 EUR
Bereitgestellt durch:
BAFA
Geltungsbereich:
Bundesweit
Stand:
Sonntag, 30. April 2017
Übersicht

Die meiste Energie in Wohngebäuden wird für Heizung und Warmwasser verbraucht. Im Rahmen einer Energieberatung vor Ort zeigt Ihnen ein Energieberater einen Weg auf, wie Sie hier möglichst viel an Energiekosten sparen können, indem Sie die Energieeffizienz Ihres Gebäudes verbessern. 

Gefördert werden Beratungen, die in einem energetischen Sanierungskonzept
  • eine Sanierung des Wohngebäudes (zeitlich zusammenhängend) zum KfW-Effizienzhaus (Komplettsanierung) oder
  • eine umfassende energetische Sanierung in Schritten mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen (Sanierungsfahrplan)

aufzeigen und sich auf Wohngebäude in Deutschland beziehen, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige bis zum 31. Januar 2002 gestellt bzw. erstattet worden ist. 

Ziel ist es, Eigentümern einen sinnvollen Weg aufzeigen, wie sie die Energieeffizienz ihres Gebäudes verbessern können.       

Der von Ihnen ausgewählte Energieberater nimmt das Wohngebäude bei einem Vor-Ort-Termin in Augenschein. Dabei ermittelt er die wesentlichen Gebäudedaten. Diese betreffen die Bauteile (Dach, Außenwände, Fenster, Türen und Keller) und die vorhandene Anlagentechnik (Heizung, Warmwasserbereitung).

Auf dieser Grundlage erstellt der Energieberater für Sie einen schriftlichen Energieberatungsbericht. Dessen wesentlicher Bestandteil ist ein energetisches Sanierungskonzept; es enthält Vorschläge, wie Sie den Energiebedarf Ihres Wohngebäudes durch Modernisierungsinvestitionen senken können.

Den Beratungsbericht händigt der Energieberater an Sie aus und erläutert Ihnen in einem abschließenden Gespräch die darin enthaltenen Vorschläge für eine energetische Sanierung.

Tipp

Einen Antrag auf Förderung durch das BAFA können Sie (z. B. als Hauseigentümer) selbst nicht stellen, sondern nur ein von ihnen beauftragter Energieberater, der antragsberechtigt ist. Antragsberechtigte Energieberater aus Ihrer Region finden Sie in der Energieeffizienz-Expertenliste.

Das Förderprogramm im Detail
Wer erhält die Förderung?
Als Eigentümer, Mieter oder Pächter können eine Beratung in Anspruch nehmen:
  • natürliche Personen (Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden),
  • Wohnungseigentümergemeinschaften,
  • rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich der Wohnungswirtschaft sowie Betriebe des Agrarbereichs,
  • juristische Personen und sonstige Einrichtungen, die gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen.
Konditionen
  • Zuschuss in Höhe von 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten; maximal 800 EUR bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.100 EUR bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten.
  • Zuschuss in Höhe von 100 Prozent der förderfähigen Beratungskosten für zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts in Wohnungseigentümerversammlung oder Beiratssitzung; maximal 500 EUR.
Kombination mit anderen Fördermitteln
Der Zuschuss kann auch gezahlt werden, wenn die Beratung aus anderen öffentlichen Mitteln (z. B. der Länder oder Kommunen) finanziert wird; die Förderung insgesamt darf dabei aber 90 % der Honorarkosten nicht übersteigen. Mit anderen Worten: Eine zusätzliche Förderung der Vor-Ort-Beratung mit Landes- oder kommunalen Mitteln ist zulässig, sofern der Beratene mindestens einen Eigenanteil von 10 % des Beratungshonorars trägt.
Ausgeschlossen ist eine Förderung allerdings, wenn auch Mittel aus anderen Beratungsprogrammen des Bundes in Anspruch genommen werden; in diesem Fall besteht ein absolutes Kumulierungsverbot.
Vollständige Informationen

Die Vor-Ort-Beratung muss innerhalb von sechs Monaten ab Erstellung des Zuwendungsbescheides durchgeführt werden.

Beratung

Sie können sich bei den Verbraucherzentralen über die für Sie geeigneten Förderprodukte beraten lassen und über unseren Fördermittelnavigator weitere Fördermittel recherchieren.

Besondere Informationen

Vorbereitung des Beratungstermins

Stellen Sie dem Energieberater im Vorfeld oder im Beratungstermin möglichst alle relevanten schriftlichen Unterlagen zu Ihrem Anliegen zur Verfügung:

• Die Energiekosten-Abrechnungen der letzten Jahre: Heizöl-, Gas-, Fernwärme- oder Strom-Rechnungen.

• Das Schornsteinfegerprotokoll der letzten Überprüfung Ihrer Heizung.

• Die Baupläne des Hauses.

• Aussagekräftige Fotos (das zu dämmende Dach, der Schimmelpilz in der Ecke etc.).

Tipp

Mit den Ergebnissen der „Vor-Ort-Beratung“ kann Sie der Energieberater bei der Beantragung einer Förderung unterstützen:


Außerdem können die Beratungsergebnisse für eine anschließende energetische Fachplanung und Baubegleitung genutzt werden, die beide mit dem KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung“ (Nr. 431) gefördert werden können.

Eine „Vor-Ort-Beratung“ bietet sich insbesondere an, wenn Sie ohnehin einen Gebäudeenergieausweis erstellen lassen wollen, der selbst nicht gefördert wird. Sprechen Sie diesbezüglich mit Ihrem Energieberater.

Besondere Hinweise

Die Antragstellung hat vor Beginn eines Bauvorhabens zu erfolgen, mit Einbindung eines qualifizierten Energieberaters (Energieeffizienz-Sachverständigen). Im Antrag sollte der vollständige Name des Förderprogramms angegeben werden. Der Antrag wird über den Energieberater bei der BAFA gestellt. Eine energetische Sanierung erfordert eine fundierte Fachplanung und eine qualifizierte Baubegleitung zur Qualitätssicherung bei der Durchführung der Baumaßnahme. Die KfW stellt dafür das Förderprogramm "KfW Energieeffizient Sanieren - Baubegleitung" (431) bereit.

Neben der Beschreibung des Fördermittels finden Sie eine dazu passende Checkliste sowie weitere nützliche Informationen.

Unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale.

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