Wärmeleitfähigkeit und Wärmedurchgang

Die Wärmeleitfähigkeit und der Wärmedurchgang sind die beiden wichtigsten Faktoren zur Bestimmung der Höhe des Wärmetransports durch ein Bauteil. Die Höhe der aus dem Transport resultierenden Wärmeverluste (sog. Transmissionswärmeverlust) hängt von der Art des Bauteils, beziehungsweise von der Dicke, der Beschaffenheit der zu durchdringenden Schichten und der Temperaturdifferenz zwischen innen und außen ab.

Tipp

Für den EnEV-Nachweis oder die Beantragung von Fördermitteln ist der sogenannte "Bemessungswert" der Wärmeleitfähigkeit entscheidend. Dieser ist zusammen mit dem Anwendungsgebiet, der Brandklasse und dem CE-Zeichen auf dem Produkt-Etikett von Dämmstoffen angegeben.

Besondere Informationen

Wärmedurchgang

Der U-Wert oder Wärmedurchgangskoeffizient gilt als Maßstab für die Wärmedurchlässigkeit des gesamten Bauteils.

  • Der U-Wert wird in Watt pro Quadratmeter und Kelvin - W/(m²K) - ausgedrückt.
  • Dadurch wird angegeben, wie viel Wärmeenergie pro Zeit bei einem Kelvin Temperaturunterschied zwischen innen und außen durch einen Quadratmeter der Fläche der Gebäudehülle fließt.
  • Der Wert hängt hauptsächlich von der Dicke und der Wärmeleitfähigkeit des Bauteils ab.
  • Je geringer der U-Wert, desto kleiner fallen Wärmetransport und Wärmeverluste durch das jeweilige Bauteil (zum Beispiel Fenster oder Wand) aus.
  • Vor allem Dämmstoffe tragen zur Verringerung des U-Werts bei.
  • Auch bei Fenstern und Außentüren spielt der Wärmedurchgang eine wichtige Rolle. Entscheidend beim Fenster ist der Wärmedurchgangswert des kompletten Fensters, also von Glas und Rahmen zusammen, der als Uw-Wert bezeichnet wird.
  • Fenster mit einer Zweifach-Wärmeschutzverglasung weisen Uw-Werte von 1,3 W/(m2K) oder besser auf.
  • Bei Eingangstüren (Haustür) wird der Wert als Ud-Wert bezeichnet. Er sollte maximal 1,8 W/(m2K) betragen.

Wärmeleitfähigkeit

Das wichtigste Kriterium für die wärmedämmende Wirkung eines Dämmstoffs ist seine Wärmeleitfähigkeit.

  • Sie wird als „Lambda-Wert" (λ-Wert) bezeichnet und beschreibt, wie gut der Dämmstoff Wärme transportiert.
  • Die Wärmeleitfähigkeit  λ gibt den Wärmestrom an, der bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin (K) durch eine 1 m² große und 1 m dicke Schicht eines Stoffs geht.
  • Die Einheit der Wärmeleitfähigkeit ist W/(mK).
  • Je kleiner λ ist, umso besser ist das Dämmvermögen eines Baustoffes.
  • Als Wärmedämmstoffe werden Materialien bezeichnet, deren Lambda-Wert kleiner 0,1 W/(mK) ist. Gebräuchliche Dämmstoffe haben 0,025 bis 0,040 W/(mK).
  • Die Wärmeleitfähigkeit wird als Grundlage für die Einteilung der Dämmstoffe in Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) und Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) herangezogen.
  • Je kleiner die WLG/WLS ist, desto besser die Wärmedämmung.
Stand: 
Freitag, 15. April 2016

Mit unserer Fördermittelsuche finden Sie die passenden Fördermittel mit wenigen Klicks…

weiter

Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Beratungsangebote und die Leistungen von Energieeffizienz-Experten.

weiter

Gutachter und Sachverständige dienen zur Abnahme bestimmter Bauschritte und zur Qualitätsprüfung.  

weiter