Wohntrends

Wie wir in Zukunft wohnen und leben

Wer ein Haus baut, sollte nicht jedem Trend folgen. Besonders bei einem Neubau sollten Sie aber die aktuellen Entwicklungen im Baubereich im Blick haben und gegebenenfalls berücksichtigen. Wir haben einige der großen Trends für Sie zusammengefasst.

Die Wohntrends im Überblick

  • Der demografische Wandel unserer Gesellschaft und der zunehmend knappe Platz in den Städten machen flexible Wohnformen auf wenig Raum erforderlich.
  • Im Wohnbereich werden digitale Technologien selbstverständlich, zum Beispiel um das Raumklima zu steuern, den Einbruchschutz zu erhöhen und die Gebäudetechnik zu automatisieren.
  • Hohe Energiekosten und Klimawandel werden dazu führen, dass wir immer energieeffizienter bauen.
  • Nachhaltigkeit, Gesundheitsbewusstsein und Wohnkomfort gewinnen in unserem Leben weiter an Bedeutung. Das spiegelt sich in baulichen Maßnahmen wider.
  • Haus und Wohnung sind für uns unverändert wichtige und wertvolle Rückzugsorte – auch wenn sich unsere Lebenssituation im Lauf der Zeit ändert. Zu Hause wollen wir uns viele Jahre lang wohlfühlen.
Tipp

Die KfW fördert viele barrierefreie Umbaumaßnahmen.

>> zur KfW-Webseite Barrierereduzierung      

Besondere Informationen

Flexibles Bauen für alle Lebenssituationen

Während wir älter werden, ändern sich unsere Bedürfnisse je nach Lebensphase. Gut, wenn Sie Ihr Zuhause an verschiedene Lebenssituationen anpassen können.

Überlegen Sie schon bei den Vorbereitungen Ihres Bauprojekts, ob Sie später den Grundriss ändern können. Offene Wohnkonzepte sind von Vorteil, wenn Sie zum Beispiel nach dem Auszug der Kinder Trennwände entfernen möchten. Genauso können Sie später den Dachboden ausbauen und in eine Einliegerwohnung umwandeln.

Am besten, Sie planen von Anfang an barrierefrei und großzügig. Durch breite Türen passt in jungen Jahren der Kinderwagen, im reifen Alter dann der Rollator. Eine bodengleiche Dusche ist zunächst einfach bequemer und später vor allem sicherer.

Wer also bereits heute vorausschauend plant und baut, erspart sich Zusatzkosten für nachträgliche Umbaumaßnahmen.

Städtebauliche Nachverdichtung

In Städten sind Grundstücke und Immobilien rar und teuer. Das führt zu stärkerer Verdichtung, etwa durch mehrgeschossige Gebäude, durch Bebauung von langen Grundstücken in zweiter Reihe und durch Bebauung letzter ungenutzter Baulücken.

Die Nachverdichtung innerstädtischer Bereiche hat auch positive Seiten: Sie verhindert, dass sich Städte immer weiter ausdehnen und die Landschaft zersiedelt wird. Damit tragen Städte und Gemeinden zum Klimaschutz, zur Verkehrsverringerung und zur Belebung der Innenstädte bei.

Nachhaltige Baumaterialien

Immer wichtiger wird der Einsatz gesundheitsschonender und natürlicher Baustoffe und Technologien. Dazu gehört auch, dem zunehmenden Elektrosmog nachhaltig entgegenzuwirken.

Energieeffizientes Bauen

Unsere Gebäude werden energieeffizienter – doch es gibt immer noch genügend ungedämmte Häuser und veraltete Heizungsanlagen. Neben den klassischen Bereichen Dämmung und Heizung optimieren viele Bauherren mittlerweile auch die Belüftung. Durch Maßnahmen wie diese sind Niedrigenergiehäuser heute schon Standard bei Neubauten. Schließlich lassen sich damit Energiekosten sparen und Ressourcen schonen.

Die Entwicklung geht aber längst weiter. In Zukunft werden Häuser ihren Energiebedarf selbst decken und sogar darüber hinaus Strom erzeugen, etwa mit der nächsten Generation von Photovoltaik-Anlagen. Schon jetzt gibt es das sogenannte Energieplushaus, die Umsetzung ist allerdings noch recht aufwendig. Mit neuen Technologien, nachhaltigen Baumaterialien und Bautechniken wird energieeffizientes Bauen aber immer einfacher und kostengünstiger.

Smart Home

Schon bald zum Standard gehören werden intelligente Haustechnik und Haushaltsgeräte für den persönlichen Wohnkomfort, für Einbruchschutz und Energieeinsparung. Die Hersteller entwickeln bereits Haushaltsgeräte, die sich per Smartphone oder PC vom Büro aus bedienen lassen. Viele Anwendungen für die Heimvernetzung stecken aber noch in den Kinderschuhen oder müssen erst entwickelt werden.

Denkbar ist dabei vieles, etwa Beleuchtung, die sich an den aktuellen Bedarf anpasst, Kühlschränke, die automatisch Bestellungen auslösen und Waschmaschinen, die genau dann waschen, wenn der Strom gerade günstig ist.

Die neuen technischen Möglichkeiten werden sicherlich viel Komfort bieten. Sie werden es aber auch erforderlich machen, aufwendige Sicherheitstechnik zu installieren und technische Gebäudeausstattung kontinuierlich, teils kostspielig zu aktualisieren.


Für Bauherren wird zukünftig das Verständnis für digitale Vernetzung so selbstverständlich sein wie früher der Griff zum Telefonhörer, um das Heizöl für den Winter zu bestellen.

Mehrgenerationenhaus

Als Antwort auf den demographischen Wandel werden in Zukunft häufiger mehrere Generationen gemeinsam unter einem Dach leben. Dabei gehört es zum Prinzip, dass sich Jung und Alt gegenseitig unterstützen – auch unabhängig von familiären Verbünden. Senioren können sich etwa um Kinder junger Familien kümmern, während sie im Gegenzug Hilfe bei Arztbesuchen oder bei Besorgungen erhalten.

Die meisten Wohnmodelle gehen davon aus, dass den Bewohnern jeweils eigene Wohnungen innerhalb eines Mehrfamilienhauses zur Verfügung stehen. Man trifft sich in Gemeinschaftsräumen, die für Angebote wie Kinderbetreuung oder Veranstaltungen für Senioren genutzt werden. Solche Mehrgenerationenprojekte stehen oft unter der Regie eines kirchlichen oder kommunalen Trägers.

Daneben gibt es private Initiativen und Zusammenschlüsse, die ganz nach Belieben gestaltet sein können. Ein Beispiel: Ältere Menschen, die alleine in einem großen Haus wohnen, können Zimmer an Studenten vermieten, die dafür Einkäufe erledigen oder den Rasen mähen.

Zu Hause wohnen und arbeiten

Flexible Arbeitszeiten und Home Office werden voraussichtlich die Zukunft unseres Arbeitslebens sein. Um gelegentlich von zu Hause aus zu arbeiten, reichte bisher oft der Esszimmertisch aus. Wird das Home Office erst zur Regel, ist es sinnvoll, einen abgetrennten Arbeitsplatz in der Wohnung oder im Haus zu schaffen – am besten in einem separaten Raum oder sogar in einer Einliegerwohnung. Dort findet dann vielleicht auch noch das Gästebett Platz.

Stand: 
Donnerstag, 7. April 2016

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