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Stiftung Warentest: Verzicht auf Bauspardarlehen kann sich lohnen

News vom 17. Februar 2003

Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de

Angesichts der derzeit sehr niedrigen Zinsen für normale Hypothekendarlehen sollten sich Bausparer überlegen, ob sie auf ihr Bauspardarlehen nicht einfach verzichten und sich nur das Guthaben auszahlen lassen. Das berichtet die Stiftung Warentest in der Februar-Ausgabe ihrer Zeitschrift "FINANZtest".

Ob sich das tatsächlich lohnt, hängt aber immer vom konkreten Einzelfall ab und sollte daher sorgfältig geprüft werden. Maßgeblich sind dabei laut "FINANZtest" vor allem drei Faktoren: Der tatsächliche Effektivzins, die Abschlussgebühr und gegebenfalls die Zwischenfinanzierung, wenn der Bausparvertrag noch nicht zugeteilt ist. Dabei weisen die Finanztester darauf hin, dass der von den Bausparkassen genannte Effektivzins nicht immer dem tatsächlichen entspricht. Der Grund: Viele Bausparer sparen im Laufe der Zeit mehr als das Mindestguthaben an, so dass sich Höhe und Laufzeit des Darlehens verringern. Dadurch verteilen sich die Darlehenskosten auf einen kürzeren Rückzahlungszeitraum, so dass die tatsächlichen Zinsen steigen. Auch die Abschlussgebühr wird nach Angaben von "FINANZtest" von den Bausparkassen oft falsch berechnet, da es für den Bausparer vor allem darauf ankomme, ob sie ihm beim Verzicht auf das Darlehen erstattet wird.

Abgesehen von den Zinsen bietet das Bauspardarlehen aber regelmäßig auch Vorteile, die ein "normales" Bankdarlehen (meist) nicht hat: So sind Sondertilgungen ohne weiteres möglich, auch kleine Darlehenssummen werden gewährt, und es gibt keine "Nachrangzuschläge", wenn das Darlehen einen bestimmten Anteil des Wertes der Immobilie übersteigt. Bausparer, die auf das Darlehen verzichten wollen, sollten sich daher vorsichtshalber bei einer Verbraucherzentrale beraten lassen, damit sie am Ende nicht draufzahlen.


Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier im Online-Angebot der Stiftung Warentest.

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