Bundesregierung stellt zusätzlich jährlich 160 Millionen Euro für Sanierung im Gebäudebereich bereit
News vom 7. Mai 2003
Quelle: Presse-Newsletter der KfW vom 7.5.2003
Die Bundesregierung stellt zusätzlich 160 Millionen Euro jährlich für Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudebereich bereit. Damit werden die Fördermöglichkeiten in diesem Bereich erheblich erweitert. Unter anderem wird die Förderung der erneuerbaren Energien ausgebaut und der Austausch von Kohle-, Öl- und Gasöfen künftig als Einzelmaßnahme gefördert. Die Gelder werden von der KfW vergeben. Der Vertrag zwischen der Bundesregierung und der KfW wurde gestern unterzeichnet (siehe dazu auch die Ankündingung vom 29. April 2003).
Die Bundesregierung stellt seit 2001 im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms insgesamt 1 Milliarde Euro Haushaltsmittel bis 2005 für Klimaschutzmaßnahmen im Wohngebäudebestand bereit. Mit diesen Mitteln bietet die KfW über das CO2-Gebäudesanierungsprogramm langfristige, zinsgünstige Darlehen für Investitionen zur CO2-Minderung und zur Energieeinsparung in Wohngebäuden an. Bisher konnten mehr als 27.000 Kredite mit einem Volumen von über 1,4 Milliarden Euro vergeben werden. Aus dem Aufkommen der Ökosteuer werden nun zusätzlich 160 Millionen Euro jährlich bereitgestellt, damit stehen bis 2005 pro Jahr 360 Millionen Euro zur Verfügung.
Bundesbauminister Manfred Stolpe sagte bei der Vertragsunterzeichung: "Ein wesentliches Element der neuen Fördermöglichkeiten - die Erreichung des Niedrigenergiehausniveaus im Bestand - wird nachhaltige und zielgerichtete Sanierungen des Altbaubestandes in Gang bringen. Unser Ziel ist es, dass diese Gebäude zukünftig nicht mehr Energie verbrauchen als moderne Neubauten. Darüber hinaus setzen wir neue Akzente für den Austausch veralteter Heizungen, die Ausstattung von Altbauten mit modernen Heizsystemen zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen und für ökologisch sehr anspruchsvolle Neubauten."
Und Bundesumweltminister Jürgen Trittin ergänzte: "Im Gebäudebereich gibt es ein großes Potenzial für die Minderung der CO2- Emissionen. Mit den neuen Fördermöglichkeiten wird der Klimaschutz in diesem Bereich erheblich verbessert. Das Gebäudesanierungsprogramm dient nicht nur dem Klima, sondern schafft und sichert dauerhaft auch Arbeitsplätze im Baugewerbe und Handwerk. Klimaschutz wird immer mehr zu einer Jobmaschine. Mit der Bereitstellung von Mitteln aus dem Aufkommen der Ökosteuer geben wir das Geld an die Bürgerinnen und Bürger zurück. Damit kann jede und jeder spüren, dass Energiesparen auch dem eigenen Portemonnaie zugute kommt."
Die Ausweitung des Programms umfasst folgende Förderkomponenten:
- Bei der energetischen Sanierung von vor 1979 errichteten Wohngebäuden, die das Ziel hat, denselben zulässigen Primärenergiebedarf wie bei Neubauten nach der Energieeinsparverordnung zu erreichen, kann künftig eine Teilschuld in Höhe von 20 Prozent der Darlehenssumme erlassen werden.
- Der Austausch von Heizungen (Gas-, Öl- und Kohleeinzelöfen, Kohlezentralheizungen sowie Nachtspeicherheizungen) und der Ersatz von alten Standardkesseln durch Brennwertkessel in Kombination mit Solarkollektoranlagen werden als Einzelmaßnahme gefördert.
- Die Errichtung oder der Ersterwerb von "KfW-Energiesparhäusern 40" (d. h.:Jahresprimärenergiebedarf nicht mehr als 40 kWh/m2) einschließlich Passivhäusern wird gefördert ("Energiesparhaus 60" wird weiterhin im KfW-Programm zur CO2-Minderung gefördert).
- Verbesserte Förderung (im Maßnahmenpaket 4) für Maßnahmen, die eine jährliche CO2-Einsparung zwischen 30 und 35 kg/m2 bzw. zwischen 35 und 40 kg/m2 Gebäudenutzfläche erbringen.
Die Anträge für das Programm können Sie ab sofort bei Ihrer Hausbank stellen. Weitere Informationen, Programmdetails und Förderbeispiele sowie die aktuellen
Zinskonditionen finden Sie
hier im Internet-Angebot der Kfw, oder Sie wenden sich unter der Telefonnummer 01801/335577 (zum Ortstarif) oder per e-Mail (
iz@kfw.de) an das KfW-Informationszentrum. Außerdem ist die kostenlose Berechnung der Energieverbrauchszahl von Wohngebäuden auch unter dem im Auftrag der KfW entwickelten Internetberater
www.co2online.de möglich.
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