vzbv fordert erneut Nachbesserungen bei EU-Verbraucherkreditrichtlinie
News vom 6. November 2003
Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de
Die gestrige Zurückverweisung des Entwurf der Verbraucherkreditrichtlinie durch das Europäische Parlament an dessen Rechtsausschuss hat der vzbv zum Anlass genommen, erneut Nachbesserungen in Sinne des Verbraucherschutzes zu fordern. "Wir begrüßen die gestern in Brüssel gefundene Lösung," sagte vzbv-Vorstand Prof. Dr. Edda Müller heute in Berlin. "Die Verbraucher in Europa benötigen dringend eine neue Richtlinie zu Verbraucherkrediten." Aus Sicht des Verbandes muss der Entwurf der Europäischen Kommission in einigen Punkten aber noch nachgebessert werden. Unter anderem sollten beispielsweise auch Immobilienkredite unter den Schutz der Richtlinie fallen.
Zum Hintergrund: Der bisherige Entwurf der Richtlinie war im Juli 2003 vom Rechtsausschuss des Parlaments kritisiert worden, und der Ausschuss weigerte sich zunächst, die Richtlinie auf der Basis der aktuellen Gesetzesvorlage weiter zu beraten und verlangte Änderungen am Text. Bereits damals hatte der vzbv den Ausschuss aufgefordert, sich weiterhin mit dem Entwurf einer neuen Verbraucherkreditrichtlinie zu befassen. Nach dem monatelangem Streit zwischen der EU-Kommission und dem Rechtsausschuss des Parlaments wollen die Europaabgeordneten jetzt doch weiter über den Entwurf der Kommission beraten.
Auf der Grundlage des von der Kommission vorgeschlagenen Richtlinientextes hat der vzbv vom Institut für Finanzdienstleistungen (IFF) in Hamburg einen Alternativentwurf erarbeiten lassen. Die daraus abgeletiteten Forderungen und Alternativvorschläge sowie das ihnen zugrunde liegende wissenschaftliche Gutachten finden Sie hier im Internet-Angebot des vzbv.
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