"Jetzt zugreifen" - Neue Kampagne des Bundesbauministeriums wirbt für Wohnwertförderung
News vom 11. November 2003
Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de
"Jetzt zugreifen" - unter diesem Motto steht die neue Kampagne zur Wohnwertförderung, die Bundesbauminster Dr. Manfred Stolpe (SPD) heute in Berlin vorgestellt hat. Mit der neuen Informationskampagne möchte die Bundesregierung vor allem auf die Programme der KfW zur Wohnraummodernisierung und zur energetischen Sanierung aufmerksam machen. "Nie waren die Bedingungen für die Modernisierung des Wohnungsbestandes günstiger", betonte Stolpe. Es steht ein Kreditvolumen von insgesamt rund 12 Milliarden Euro für die entsprechenden Baumaßnahmen bereit, das u. a. von privaten Hausbesitzern, Vermietern und Wohnungsgesellschaften genutzt werden kann.
Im Mittelpunkt der Wohnwertförderung stehen die beiden KfW-Förderprogramme zur Wohnraum-Modernisierung (siehe dazu die News vom 22. April 2003) und zur CO2-Gebäudesanierung. Gefördert werden verschiedenste Modernisierungsmaßnahmen von der Dämmung und Verbesserung der Außenfassaden, der Erneuerung der baulichen Substanz bis hin zur Steigerung der Ausstattungsqualität und des Gebrauchswertes der Wohnungen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf eine Erhöhung der Energieeffizienz gelegt. Wer im Altbaubestand durch Baumaßnahmen, beispielsweise neue Fenster oder Heizungsanlagen oder die bessere Isolation von Wand und Dach den Energiebedarf moderner Neubauten erreicht, kann sogar einen Schuldenerlass von zwanzig Prozent erhalten. Die Beantragung der entsprechenden Mittel erfolgt unbürokratisch direkt über die Hausbank, und für die Bearbeitung sollte man zwischen Antrag und Bewilligung der entsprechenden Maßnahmen rund vier bis sechs Wochen einrechnen.
Beide Programme bestehen schon seit längerer Zeit. So wurde beispielsweise in dem im Mai 2003 angelaufenen Wohnraum-Modernisierungsprogramm jüngst die 50.000 Förderzusage erteilt, was einer Gesamtzahl von rund 175.000 in das Programm einbezogenen Wohnungen und einer Gesamtfördersumme von etwa 1,8 Milliarden Euro entspricht. Das liege zwar im Rahmen der üblichen Nachfrage, so Stolpe, aber: "Es hat sich gezeigt, dass die hervorragenden Konditionen der KfW-Programme noch nicht den Weg in die Köpfe der Haus- und Wohnungsbesitzer gefunden haben." Daher sollten die Programme jetzt noch einmal verstärkt beworben werden, zumal bei Anträgen im Wohnraum-Modernisierungsprogramm, die noch in diesem Jahr gestellt werden, eine vierjährige Zinsvergünstigung winkt. Bei Anträgen ab dem kommenden Jahr beträgt die aus den Mitteln des Bundesbauministeriums geförderte Zinsverbilligung dagegen nur noch drei Jahre. Außerdem gilt bei beiden Programmen das so genannte "Windhundprinzip": Es wird nur so lange gefördert, wie auch Mittel vorhanden sind, und wer zu spät kommt, den bestraft auch hier der leere Fördertopf.
Dabei verfolge die Bundesregierung mit der "Wohnwertförderung" drei Ziele, so Stolpe weiter: Einmal wolle sie investitionswilligen Haus- und Wohnungsbesitzern zusätzliche Anreize bieten. Zugleich trage die Wohnwertförderung über die Finanzierung energieeinsparender Maßnahmen auch zur aktiven Klimaschutzpolitik bei. Und drittens unterstütze das Programm den Konjunkturaufschwung, indem die anziehende Baukonjunktur viele andere Bereiche mit sich ziehe, sagte der Minister. Im Jahr 2002 hätten sich die Investitionen an bestehen Gebäuden und Wohnungen auf rund 87 Milliarden Euro belaufen und sich damit zur tragenden Säule im Wohnungsbau entwickelt. Ihr Anteil am gesamten Wohnungsbauvolumen liege derzeit bei rund 65 Prozent.
Mehr zur Wohnwertförderung der Bundesregierung und den Förderprogrammen erfahren Sie unter der neu eingerichteten kostenlosen Info-Telefonnummer 0800/2020802, im Internet-Angebot des Bundesbauministeriums unter www.wohnwertfoerderung.de, oder direkt bei den Programmen zur CO2-Gebäudesanierung und zur Wohnraum-Modernisierung im Internet-Angebot der KfW.
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