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LBS Research: Wohneigentumsquote seit 1993 vor allem in größeren Städten gestiegen - Städtisches Wohneigentum zu über 40 Prozent auf der Etage

News vom 3. Juni 2004

Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Wohneigentumsquote in Deutschland in den Städten insgesamt deutlich erhöht. So stieg sie in den Städten zwischen 20.000 und 500.000 Einwohnern im Durchschnitt um 6 Prozentpunkte an. Auch in den großen Metropolen (ab 500.000 Einwohner) war ein relativ deutlicher Zuwachs von 18 auf 22 Prozent zu beobachten. Nur in den Gemeinden bis zu 20.000 Einwohnern blieb sie praktisch konstant. Das ergibt sich aus Zahlen, die jetzt LBS Research, der Forschungsdienst der Landesbausparkassen, auf der Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes vorgelegt hat (siehe dazu auch die News vom 6. August und 25. September 2003).

In Westdeutschland sei die Wohneigentumsquote danach in den Gemeinden unter 20.000 Einwohnern von 1993 bis 2003 zurückgegangen, während sie in den Großstädten ab 100.000 Einwohner um ein Zehntel gewachsen sei: Von 29 auf 32 Prozent in den Städten von 100.000 bis 500.000 Einwohnern, von 21 auf 23 Prozent in den Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern. Dass die Quote in kleineren Gemeinden auch heute noch grundsätzlich größer sei als in den Großstädten, sei einfach die zwangsläufige Konsequenz daraus, dass es dort mehr Platz für Eigenheime auf preisgünstigeren Grundstücken gebe, so LBS Research.

In den neuen Bundesländern sei die Entwicklung bereits durch einen durchgängigen Aufholprozess bei der Wohneigentumsbildung geprägt. Insgesamt sei die Wohneigentumsquote hier innerhalb von nur zehn Jahren von 19 auf 32 Prozent gestiegen (Das ifs Städtebauinstitut kommt für Ostdeutschland insgesamt übrigens zu etwas anderen Ergebnissen, siehe die weitere News vom 3. Juni 2004. Nach Angaben von LBS Research und des ifs erklärt sich das durch unterschiedliche statistische Berechnungsmethoden). Wie die Immobilienspezialisten von LBS Research hervorheben, sei dabei in den kleinen Gemeinden (unter 5.000 Einwohner) mit 65 Prozent bereits dasselbe Wohneigentumsniveau erreicht worden wie in westdeutschen Kommunen mit der gleichen Größenordnung. Der relativ stärkste Anstieg in Ostdeutschland sei bei den Städten von 5.000 bis 20.000 Einwohnern (mit einem Wachstum der Wohneigentumsquote von 21 auf 40 Prozent), in den Städten von 20.000 bis 100.000 Einwohnern (mit einer Verdoppelung von 11 auf 22 %) sowie bei den Städten von 100.000 bis 500.000 Einwohnern (mit einer Steigerung von 5 auf 13 %) zu registrieren.

Für LBS Research sind die Veränderungen in der Bewohnerstruktur vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Zahl der Haushalte in Deutschland in den letzten zehn Jahren von 35 auf 37,9 Millionen angestiegen sei. Entgegen einem weitverbreiteten Eindruck hätten dabei auch die Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern profitiert: Hier sei die Haushaltszahl um 3 Prozent auf 13,2 Millionen gestiegen. Noch stärker sei das Wachstum in den Städten und Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern gewesen, deren Haushalte um 11,2 Prozent (das sind absolut über 2,5 Millionen) auf 24,7 Millionen zugenommen hätten. Außerdem sei der Anstieg der Wohneigentumsbildung in den Städten auch auf die Rolle des Stockwerkeigentums zurückzuführen. Während in Städten unter 100.000 Einwohnern das Wohneigentum in Mehrfamilienhäusern mit einem Anteil von 14 Prozent eher die Ausnahme sei (verglichen mit den 85 % Eigentum in Ein- und Zweifamilienhäusern), mache das Wohneigentum auf der Etage in den Großstädten bereits 42 Prozent aus. In qualitativ guten Angebote im Mehrfamilienhausbereich sieht LBS Research daher in Ballungsräumen mit knappen und teuren Grundstücken eine gute Alternative zum freistehenden oder Reiheneigenheim. Insgesamt bleibe aber auch in Großstädten das Einfamilienhaus unverändert die "Nummer 1" für Wohneigentumsinteressenten.

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