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Beim Kauf von Wasserhähnen auch auf Lärmschutz achten

News vom 12. November 2004

Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de

Wasserhähne krähen zwar nicht, können aber trotzdem ganz schön laut sein. Darauf hat das Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) in Stuttgart hingewiesen. Die Forscher hatten in einem akustischen Prüfstand die Geräuschkulisse von Marken- und Billigarmaturen exemplarisch für Einhand-Wanne/Brause-Batterien untersucht. Dabei erzeugt der Wasserdurchfluss in der Armatur Schwingungen, die sich über die Leitung auf eine genormte Wand übertragen. Diese strahlt sie als Luftschall in den angrenzenden Raum ab, wo ein Mikrofon den Geräuschpegel erfasst. Das Ergebnis fasst Untersuchungsleiter Dr. Lutz Weber so zusammen: "Billige Produkte weisen häufig akustische Mängel auf. 70 Prozent der Testobjekte überschritten den zulässigen Armaturengeräuschpegel von 30 dB(A) - der höchste Messwert betrug sogar 47, was in etwa dem Geräuschpegel leiser Radiomusik entspricht. Viele empfinden dies bereits als Ruhestörung." Er rät daher, grundsätzlich nur Markenarmaturen mit Überwachungszeichen zu verwenden, wenn Schallschutzanforderungen bestehen.

Der Grenzwert von 30 dB(A), den die Nachbarn noch hinnehmen müssen, ergibt sich aus den gesetzlichen Schallschutzanforderungen nach DIN 4109. Bauherren und Installateure, die einen im Wortsinne "ruhigen" Wasserfluss wünschen, können sich an einem Überwachungszeichen orientieren, das auf den Verpackungen angebracht ist: Bei Gruppe I liegt der Armaturengeräuschpegel unter 20 dB(A), bei Gruppe II zwischen 20 und 30 dB(A). Die Angabe der Gruppe findet sich auf dem Prüfzeichen rechts neben dem Schrägstrich. Der Test des IBP ergab, dass die getesteten Markenartikel nicht lauter als zulässig waren, auch wenn einige Armaturen der Gruppe I die vorgegebenen Grenzwerte nicht immmer eingehalten hätten. Der wichtigste Grund für den besseren Schallschutz sind laut IPB die dort eingebauten Schalldämpfer, die den Wert im Durchschnitt um etwa 13 dB(A) gesenkt hätten, dafür aber auch zu höheren Preisen führten.

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