Zur vzbv-Homepage  Zur KfW-Förderbank
Zur Startseite
Sie sind hier: > baufoerderer.de > News > News-Archiv > Sonstiges > Meldung vom 14.11.05

ifs Städtebauinstitut: Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen sinkt im ersten Halbjahr 2005 um über 20 %

News vom 14. November 2005

Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de

In Deutschland wurden im ersten Halbjahr 2005 mit knapp 118.000 Wohnungen gut 22 Prozent weniger Baugenehmigungen erteilt als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das hat jetzt das "ifs Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen e.V.", Berlin, dem u. a. 27 Bausparkassen und 4 Banken angehören, mitgeteilt. Bereits im vergangenen Jahr waren die Genehmigungszahlen nach Angaben des ifs insgesamt um 9,7 Prozent auf 268.000 gefallen. Dagegen wurden im Jahr 2003 noch 297.000 Wohnungen genehmigt, was das ifs auf Vorzieheffekte wegen der damaligen Diskussion um die Streichung der Eigenheimzulage zurückführt.

Für dieses Jahr erwartet Dr. Stefan Jokl, der Leiter des Instituts, insgesamt nur noch etwa 230.000 Wohnungsbaugenehmigungen (davon 200.000 in West- und 30.000 in Ostdeutschland), und damit das niedrigste Neubauergebnis nach dem Krieg. Da die vorausichtliche Regierungskoalition erneut plant, die Eigenheimzulage abzuschaffen, komme es aber möglicherweise noch einmal zu leichten Vorzieheffekten, die den Abwärtstrend vielleicht hinausschieben oder verlangsamen könnten, so Jokl

Nach Angaben des ifs verlief die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern mit Ausnahme Bremens im ersten Halbjahr 2005 generell abwärts gerichtet. In Bremen sei die Zahl der Genehmigungen dagegen um 59,4 Prozent gestiegen. Dabei müsse man aber die außerordentlich geringe absolute Basis berücksichtigen. So seien in diesem Stadtstaat im gesamten Jahr 2004 überhaupt nur rund 1.200 Wohnungen genehmigt worden. Daher können dort schon wenige Bauträgermaßnahmen zu einem Anstieg führen. Alle anderen Bundesländer hätten dagegen zum Teil hohe zweistellige Minusraten verzeichnet. Absolut die meisten Wohnungen seien mit knapp 24.500 in Nordrhein-Westfalen genehmigt worden (minus 11,7 Prozent), gefolgt von Bayern mit 24.200 (minus 26,1 Prozent) und Niedersachsen mit 11.400 Einheiten (minus 30,9 Prozent). Besonders stark sei der Rückgang im Saarland mit einem Minus von 48,6 Prozent, in Sachsen-Anhalt mit einem Minus von 35,5 Prozent und Schleswig-Holstein mit einem Minus von 31,1 Prozent ausgefallen.

[zurück]