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Verbraucher-Zentrale Thüringen: Regenerative Energien auf Eis gelegt

News vom 22. November 2005

Quelle: Pressemitteilung der Verbraucher-Zentrale Thüringen vom 22.11.2005

Anfang November stoppte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Bewilligung von Förderanträgen im Bereich der Solarwärme und der Biomasse des Marktanreizprogramms. Leider sei nach der in diesem Jahr eingegangen Masse von Anträgen das Mittelvolumen schon jetzt ausgeschöpft, teilte das Bundesumweltministerium mit (siehe die News vom 3. November 2005). Es wurden für 2005 insgesamt Anträge in Höhe von 181 Millionen Euro bewilligt. Das ist ein Zuwachs von fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nachdem die Förderbedingungen des Marktanreizprogramms "Erneuerbare Energien" des BAFA im Juli 2005 für Solar-Wärmeanlagen zur Heizungsunterstützung erst verbessert wurden (siehe die News vom 17. Juni 2005), hat die Behörde nun zum 1. November 2005 überraschend die Bewilligung neuer Anträge ausgesetzt. Dies betrifft auch die Förderung von Holzpellets- und Hackschnitzelanlagen. Gründe für die gesteigerte Nachfrage sind sicherlich zum einem in der Verbesserung der Fördersätze zur Solarwärme bezüglich der Heizungsunterstützung und zum anderen in den aktuell sehr stark gestiegenen Öl- und Gaspreisen zu sehen.

Anträge können zwar weiter gestellt werden, jedoch erhalten die Antragsteller derzeit nur eine Eingangsbestätigung mit dem Hinweis auf die Mittelsituation. Konkrete Förderzusagen für diese Vorgänge werden erst wieder im Jahr 2006 bei Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln zustande kommen. Die Höhe der Zuschüsse richtet sich dann nach den zum Zeitpunkt der Zusage gültigen Förderrichtlinien, so die Mitteilung des BAFA. Wer auch jetzt noch Anträge einreicht, sichert sich eine gute Startposition bei der zukünftigen Vergabe der Fördermittel, empfiehlt Ramona Siefke, Energieexpertin der Verbraucher-Zentrale Thüringen.Zugleich wird damit der Notwendigkeit der Fortführung des Programms Nachdruck verliehen.


Die Verbraucher-Zentrale Thüringen e.V. bietet in ihren Beratungsstellen eine kostenfreie Energieberatung durch Fachingenieure an. Weitergehende Fragen zur Förderung, Anlagentechnik und Einbindung in bestehende Heizsysteme werden hier beantwortet. Selbstverständlich gibt es auch kompetenten Rat zu allen anderen Fragen des Energiesparens. Bitte vereinbaren Sie dafür einen Termin in Ihrer Beratungsstelle oder unter der Telefonnummer 0361/555140.

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