Bremen fördert energieeffiziente Häuser in Baulücken
News vom 6. Dezember 2005
Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de
Wer in der Stadtgemeinde Bremen eine Baulücke mit einem energieeffizienten und gütegeprüften Wohngebäuden füllt, kann derzeit noch mit einem Zuschuss von bis zu 100 Euro pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche rechnen. Die Klimaschutzagentur "Bremer Energie-Konsens GmbH" fördert im Rahmen des Programms "Energieeffiziente Lückenbebauung" insgesamt 10 Vorhaben, und noch ist das Kontingent nicht ausgeschöpft. Das Förderprogramm, das zusammen mit der "Arbeitsgruppe Baulücken" beim zuständigen Senator für Bau, Umwelt und Verkehr entwickelt wurde, richtet sich auch an private Häuslebauer, die das Gebäude dann selbst bewohnen wollen. Die Förderanträge können noch bis zum 31. August 2007 bei der Bremer Energie-Konsens GmbH eingereicht werden, sofern die Mittel nicht schon vorher vergeben sind.
Im Rahmen des Programms werden nur komplette Neubauten unterstützt, Aufstockungen und Anbauten dagegen nicht. Außerdem ist die Förderung unter anderem an folgende Voraussetzungen geknüpft:
- Die örtliche Lage des Bauplatzes ist in der Stadtgemeinde Bremen.
- Das Vorhaben ist genehmigungsfähig oder genehmigungsfrei.
- Der Jahres-Primärenergiebedarf nach der Energieeinsparungsverordnung (EnEV) beträgt nicht mehr als 60 kWh pro qm Gebäudenutzfläche.
- Ein Baulücken-Testat der Arbeitsgruppe Baulücken beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr der Freien Hansestadt Bremen liegt vor.
- Das RAL-Gütezeichen "Niedrigenergie-Bauweise" (RAL-GZ 965) mit den Inschriften "Planung" sowie "Bauausführung" der Gütegemeinschaft Niedrigenergie-Häuser e.V. wird erlangt.
Die Bremer Energie-Konsens GmbH kann die Förderung darüber hinaus von der Einhaltung weiterer Voraussetzungen abhängig machen, soweit dies zur Erreichung des Förderzwecks oder anderer ökologischer Zielbestimmungen sachgerecht ist.
Die Förderhöhe richtet sich nach dem konkreten Energieverbrauch und der Nutzfläche des Hauses und ist umso höher, je weniger Energie verbraucht wird. Wenn gar keine Primärenergie mehr benötigt wird, beträgt der Zuschuss 100 Euro pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche. Jede Kilowattstunde, die pro Quadratmeter und Jahr notwendig ist, um das Haus unter Norm-Bedingungen bewohnen zu können, reduziert den Förderbetrag pro Quadratmeter um einen Euro. Bei einem "
KfW-Energiesparhaus 40" beträgt der Zuschuss also z. B. 60 Euro pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche, und bei einem "
KfW-Energiesparhaus 60" Haus noch 40 Euro. Einschränkungen gelten allerdings bei größeren Häusern. Denn bei den genannten Beträgen werden jeweils maximal 150 Quadratmeter Nutzfläche angerechnet, während die Förderung bei Gebäuden mit Nutzflächen von über 150 Quadratmetern je nach Gebäudegröße etwas reduziert wird.
Die Zuschüsse lassen sich mit den Mitteln aus dem
Landesförderprogramm und mit denen der
KfW Förderbank kombinieren. Gefördert wird außerdem die (Energie-)Beratung zu baulichen und haustechnischen Fragen im Vorfeld der Antragstellung während der Planungs- und Bauphase. Zusätzliche Vergünstigungen bei der Bebauung von Baulücken in Bremen ergeben sich ferner durch zinsgünstige Darlehen, günstige Stellplatzablösung, ermäßigte Hypothekenzinsen und reduzierte Versicherungsbeiträge, so die Bremer Energiekonsens GmbH.
Weitere Informationen und die Antragsformulare zum Programm "Energieeffiziente Lückenbebauung" finden Sie
hier im Internet-Angebot der Bremer Energie-Konsens GmbH (Am Wall 140, 28195 Bremen, Ansprechpartner: Herr Bernd Langer, Tel.: 0421/376671-2, Mail: langer@energiekonsens.de).
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