Staatssekretär im Bundesbauministerium Lütke Daldrup: Kostengünstige und qualitativ hochwertige Lösungen sichern dauerhaften Wert einer Immobilie
News vom 19. Januar 2006
Quelle: Pressemitteilung des Bundesbauministeriums vom 17.1.2006
"Standort und Bauqualität werden zukünftig noch mehr den Wert einer Immobilie bestimmen. Demografischer Wandel, regionale Differenzierung und wirtschaftlicher Strukturwandel stellen Kommunen ebenso wie Eigentümer und Käufer vor neue Herausforderungen", das sagte der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Engelbert Lütke Daldrup, aus Anlass des Symposiums "Bauen und Wohnen im Lebenszyklus" am Dienstag (17. Januar 2006) auf der DEUBAU 2006 in Essen.
"Heute preiswerte Bauflächen in peripheren Standorten können sich wertmäßig langfristig ungünstig entwickeln. Wir müssen daher der Nachhaltigkeit von Investitionen einen größeren Stellenwert einräumen und besonders das Bauen in innenstädtischen Lagen fördern", betonte der Staatssekretär. Die Veranstaltung bildete den Auftakt zur gleichnamigen Jahreskampagne der Initiative "Kostengünstig und qualitätsbewusst Bauen". Die Teilnehmer kamen aus Immobilien-, Bau- und Wohnungswirtschaft, Planungsbüros, Politik und Verwaltung.
"Die Wohneigentumsförderung in städtischen Räumen und die Verbesserung der Gebäudequalität gehören zu den zentralen Handlungsfeldern der Bundesregierung in dieser Legislatur. Wir wollen weg von einer Gießkannenförderung hin zu differenzierten, zielgenaueren Instrumenten in der Wohnungspolitik", so Lütke Daldrup. "Dazu gehören die Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms, die Einführung eines Energiepasses, die Absetzbarkeit von privaten Handwerkerrechnungen und nicht zuletzt die Einbeziehung des privaten Wohneigentums in die Riester-Rente. Diese Maßnahmen sind ein klares Signal für eine Stärkung der Eigentumsbildung vor allem in der Stadt, für mehr Klimaschutz und vor allem für mehr Investitionen im Baubereich", sagte Lütke Daldrup.
Der Staatssekretär wies darauf hin, dass der demografische Wandel für Städte und Gemeinden eine der zentralen Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts sei. Die Daseinsvorsorge mit sozialer und technischer Infrastruktur, Ver- und Entsorgung, Mobilität und Wohnen müssten zum Teil komplett neu gedacht werden. "Aber wie in jedem Wandel liegen darin auch Chancen. Über die Zukunft unserer Städte entscheidet ihre soziale, wirtschaftliche und bauliche Qualität. Die Antworten auf die demografische Entwicklung liegen in Qualität und Nachhaltigkeit", so Lütke Daldrup. "In einer alternden Gesellschaft mit zurückgehenden Bevölkerungszahlen steigern die Städte ihre Zukunftschancen, die für Familien lebenswert sind. Stadt- und Quartiersentwicklung, Infrastruktur-, Sozial- und Bildungsmaßnahmen müssen Bedingungen schaffen, die es insbesondere für junge Familien mit Kindern attraktiv macht, wieder in die Städte zurückzukehren. Aktivitäten allein der Politik und der öffentlichen Hand reichen dafür nicht aus. Hierfür brauchen wir intelligente Konzepte und eine gemeinsame Strategie aller Verantwortlichen", forderte Lütke Daldrup.
Weitere Informationen zur Initiative "Kostengünstig und qualitätsbewusst Bauen", an der u. a. auch der vzbv beteiligt ist, erhalten Sie im Internet unter www.kompetenzzentrum-iemb.de.
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