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Wohneigentumsprogramm der KfW Förderbank unterstützt 2005 den Bau oder Kauf von rund 98.000 Eigenheimen und Eigentumswohnungen

News vom 2. Februar 2006

Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de

Zur Förderung der Wohnungswirtschaft und des Klimaschutzes in Deutschland und Europa hat die KfW Förderbank im Jahr 2005 Förderkredite über rund 10,9 Milliarden Euro - eine Milliarde weniger als 2004 - zugesagt. Davon wurden 6,4 Milliarden Euro für den Bau und Kauf von Wohneigentum zugesagt, von denen 2 Milliarden Euro auf Globaldarlehen entfielen, mit denen Banken und Sparkassen Förderkredite refinanzieren. Im "Wohneigentumsprogramm" hat die KfW im vergangenen Jahr den Bau oder Kauf von rund 98.000 Eigenheimen und Eigentumswohnungen unterstützt. Die Finanzierung von Immobilienkäufen zur Bildung von Wohneigentum im Bestand hat gegenüber dem Neubau weiter an Bedeutung gewonnen. 60 % der 2005 zugesagten Kredite entfielen auf die Förderung des Erwerbs bestehender Eigenheime und Eigentumswohnungen. Von den rund 10,9 Milliarden Euro für wohnwirtschaftliche Investitionen entfallen nach dem Jahresbericht der KfW 5,6 Milliarden auf das KfW-Wohneigentumsprogramm, 1,2 Milliarden auf das KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm, 1,3 Milliarden auf das Programm "Wohnraum Modernisieren", knapp 0,4 Milliarden auf das Programm "Ökologisch Bauen" und 2 Milliarden auf die Globaldarlehen zur Refinanzierung. Diese Zahlen hat die KfW bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch (1. Februar 2006) in Frankfurt mitgeteilt.

Zu Beginn des Jahres 2005 war die Förderung der Instandsetzung und Modernisierung von Wohnraum sowie der Energieeinsparung und CO2-Minderung in Wohngebäuden teilweise neu strukturiert worden. Das KfW-Wohnraum-Modernisierungsprogramm 2003 und das Programm zur CO2-Minderung waren Ende 2004 für neue Zusagen geschlossen worden. Als Nachfolger wurden die KfW-Programme "Wohnraum Modernisieren" und "Ökologisch Bauen" gestartet (siehe die News vom 28. Dezember 2004). Im Programm "Wohnraum Modernisieren" werden alle Investitionen zur Instandsetzung und Modernisierung von Wohnraum finanziert. Für Maßnahmen, die zusätzlich zur Energieeinsparung und CO2-Minderung beitragen, wird als Förderbonus eine höhere Zinsverbilligung gewährt. Im Programm "Ökologisch Bauen" wird der Neubau von "KfW Energiesparhäusern" und Passivhäusern sowie die Modernisierung der Heiztechnik auf Basis regenerativer Energien finanziert. Mit den Neuerungen wurde die Förderung vereinfacht und stärker auf besonders wirksame Energiesparmaßnahmen konzentriert. Von den Kreditzusagen im Programm "Wohnraum Modernisieren" entfiel nach dem KfW-Jahresbericht mit 424 Millioen Euro ein Drittel auf Maßnahmen, die zu einem wesentlichen Teil der Energieeinsparung dienten.

Auch das Programm "Solarstrom Erzeugen" ist nach Angaben der KfW erfolgreich gestartet (siehe dazu die News vom 28. Dezember 2004). Seit Anfang 2005 seien rund 17.650 Kredite für die Errichtung von kleineren Photovoltaik-Anlagen vergeben worden. Das Kreditzusagevolumen habe sich im Jahr 2005 auf 550 Millionen Euro belaufen, wobei die Werte der zweiten Jahreshälfte (343 Mio. Euro) jene der ersten Jahreshälfte (207 Mio. Euro) um 66 % übersteigen. Bereits 2005 reichten die finanzierten Investitionen aus, um Solarstromanlagen mit einer installierten Gesamtnennleistung von 139 MWp zu errichten. Damit könnten über 30.000 Privathaushalte ihren jährlichen Strombedarf mit umweltschonender Sonnenenergie decken.

Für das Jahr 2006 erwartet die KfW Förderbank einen starken Impuls durch die Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum". Der Bund stellt dabei im Rahmen seines Konjunkturpakets jährlich bis einer Milliarde Euo zur Verfügung, die für die Verbesserung der bestehenden Programme zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden und den ökologischen Neubau eingesetzt werden (siehe die News vom 1. Februar 2006). Den Bauherren winken attraktive Zinssätze ab 1 % eff. p. a.. Von den durch die Programme angekurbelten Investitionen sollen insbesondere die Bauwirtschaft und das Handwerk profitieren.

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