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NRW: "Rauchmelder sind Lebensretter! Für Ihr sicheres Zuhause" - Bau- und Innenministerium starten landesweite Aktion zum Brandschutz

News vom 24. März 2006

Quelle: Pressemitteilung der nordrhein-westfälischen Landesregierung vom 23.3.2006

Mit der landesweiten Aktion "Für Ihr sicheres Zuhause - Rauchmelder sind Lebensretter!" will die Landesregierung gemeinsam mit den Feuerwehren und mit Unterstützung der Provinzial-Versicherungen die Zahl der mit Rauchwarnmeldern ausgestatteten Wohnungen in NRW deutlich erhöhen. In Köln gaben heute Bauminister Oliver Wittke und Innenminister Ingo Wolf den Startschuss. Dort stattet die größte Wohnungsbaugesellschaft der Stadt, die GAG Immobilien AG, gerade ihre 42.000 Wohnungen mit Warngeräten aus.

Die Minister informierten sich vor Ort über das vorbildliche Vorhaben. "Wir wollen, dass so viele Wohnungen wie möglich mit Rauchwarnmeldern ausgerüstet werden. Beim Bau von Sozialwohnungen haben wir das in diesem Jahr bereits zur Voraussetzung für eine Landesförderung gemacht", sagte Wittke. Alle zwölf Minuten rückt in Nordrhein-Westfalen die Feuerwehr zu einem Brandeinsatz aus - rund 45.000 Mal im Jahr. Etwa ein Viertel der Brände betrifft Häuser und Wohnungen, in denen Menschen leben. Vor allem von der Rauchentwicklung geht dabei eine tödliche Gefahr für die Bewohner aus. Doch dagegen gibt es einen guten Schutz: Rauchwarnmelder.

"Immer mehr Menschen wissen, dass sie mit einfachen Mitteln viel für die Sicherheit in ihrem Zuhause tun können. Ich appelliere an die Eigenverantwortung jedes einzelnen, aber auch an alle Wohnungsbauunternehmen, aktiv zu werden und Rauchwarnmelder zu installieren", erklärte Wittke. "Wer durch einen Rauchmelder geweckt wird, hat einen deutlichen Zeitvorsprung, um die Feuerwehr zu alarmieren. Aber Rauchmelder retten nicht nur nachweislich Leben. Sie halten auch einen Schaden geringer und sparen damit bares Geld", sagte Wolf.

Die GAG Immobilen AG ist bundesweit Vorreiter bei der Installation von Rauchwarnmeldern. Das Unternehmen hat sich entschlossen, nicht nur für Neubauten, sondern für alle 42.000 Wohnungen die Sicherheit vor Bränden durch Rauchmelder zu erhöhen, so Günter Ott, Vorstand der GAG Immobilien AG. "In allen Treppenhäusern werden mehrere Warngeräte von unseren Hausmeistern installiert. Außerdem erhält jeder Mieter einen Rauchmelder gratis und hat die Möglichkeit, über acht Vertragshändler weitere Warngeräte zu Vorzugskonditionen kaufen. Insgesamt investiert die GAG in 58.000 Rauchmelder", erklärte Ott. Die Provinzial Versicherungen in Düsseldorf und Münster unterstützen und fördern die Aktion der Landesregierung. "Aus unseren langjährigen Erfahrungen als Feuerversicherer kennen wir die alltäglichen Ursachen für Wohnungsbrände: Vergessene Herdplatten, überlastete Mehrfachsteckdosen, durchgeschmorte Kabel, elektrische Geräte im stand-by Modus, vergessene Kerzen oder die letzte Zigarette im Bett. Keiner merkt etwas, niemand sieht etwas, so werden die Menschen meistens im Schlaf vom tödlichen Rauch überrascht. Deshalb: Bringen sie Rauchmelder in ihrem Zuhause an!", appellierten die zuständigen Vorstände Dieter Kurka (Provinzial Rheinland) und Eberhard Ottmar (Westfälische Provinzial).

Rauchwarnmelder verhindern zwar keinen Brand, doch sie warnen frühzeitig vor den Gefahren. Durch ihren Einsatz lassen sich Leben retten! Die Warngeräte reagieren auf Rauch in einer bestimmten Konzentration und lösen einen schrillen Alarm aus, der Menschen auch aus dem Schlaf weckt. "Trotz guten baulichen Brandschutzes und aller Vorsicht ist niemand vor Bränden in der eigenen Wohnung geschützt, die dann vielleicht sogar unbemerkt über Stunden schwelen", warnte Innenminister Wolf.

Batteriebetriebene Rauchmelder sind im Fachhandel erhältlich und leicht zu installieren. Wichtig: Das Gerät sollte ein CE-Zeichen tragen und von einer anerkannten Prüfstelle nach der Norm DIN EN 14604 geprüft sein, über einen Testknopf zur Funktionsüberprüfung verfügen und bei nachlassender Batterieleistung ein Warnsignal abgeben (siehe dazu auch die News vom 20. Dezember 2004).

Als Mindestausstattung in Privatwohnungen gilt ein Warnmelder pro Schlafraum und Flur. Küchen und Bäder eignen sich weniger, da dort Dämpfe Fehlalarme auslösen können. Bei mehreren Etagen gehört in jedes Stockwerk ein Gerät, auch in den Keller. Sie werden zentral unter die Decke platziert, möglichst in Raummitte.

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