Zur vzbv-Homepage  Zur KfW-Förderbank
Zur Startseite
Sie sind hier: > baufoerderer.de > News > News-Archiv > Sonstiges > Meldung vom 27.7.06

Umfrage der Verbraucherzentralen: Unerwünschte Werbung muss gebremst werden - Große Defizite beim Verbraucherschutz

News vom 27. Juli 2006

Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg vom 27.7.2006

Telefon-, Fax- und Email-Werbung bei Privatpersonen ist in Deutschland verboten, wenn keine Einverständniserklärung der Umworbenen vorliegt. Dennoch ist sie alltäglich. Viele Menschen empfinden es als Belästigung oder Unverschämtheit, wenn sie in ihrer Privatsphäre damit konfrontiert werden - so das Ergebnis einer gemeinsamen Umfrage der Verbraucherzentralen Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland von Mai bis Mitte Juli 2006 (siehe die News vom 31. Mai 2006). 3.500 Menschen haben sich daran beteiligt.

Unerwünschte Anrufe von Call-Centern oder durch Bandansagen kennen 94 % von ihnen aus eigener Erfahrung. Vor allem am Abend und am Wochenende erregen die Ärger - Betroffene berichten von Telefonterror oder Beleidigungen, wenn sie nicht auf Werbeangebote eingehen. Besonders häufig waren Anrufe von Telefonanbietern, die Verbraucherinnen und Verbraucher zum Vertragsabschluss bewegen wollten und oder gar Verträge "untergeschoben" haben. Über Werbe-Mails (SPAM) beklagen sich vor allem die Baden-Württemberger: 72 Prozent. Sie monieren dabei die unzureichende Wirkung von SPAM-Filtern sowie den Zeit- und Kostenaufwand für die Beseitigung der lästigen Mails.

Auch auffallend wehrhaft sind die Befragten im Ländle: 51 Prozent von ihnen haben sich bereits gegen unerwünschte Werbung gewehrt (Durchschnitt aller Befragten: 45 Prozent). Allerdings wissen mit 28 Prozent überdurchschnittlich viele von ihnen nicht, dass sie sich mit ihrem Ärger an die Verbraucherzentrale oder die Wettbewerbsbehörde wenden können. Sie kapitulieren vor der Werbeflut oder fürchten, ihr Protest ändere nichts. Gut drei Viertel der Befragten sprechen sich für spürbare Bestrafung der unerlaubt Werbenden und schärfere Gesetze aus.


Angesichts der offensichtlichen Missstände fordern die Verbraucherzentralen die politisch Verantwortlichen auf, die unhaltbare Belästigung von Privatpersonen durch unerwünschte Werbung mit konsequentem Handeln zu beenden. Weitere Hintergrundinformationen finden Sie im Internet-Angebot der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg unter www.vz-bw.de/werbung-als-plage.

[zurück]