Wenn die Bank mauert... Stiftung Warentest prüft Vermittlung von KfW-Darlehen zur Hausmodernisierung
News vom 28. September 2006
Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de
Die KfW vergibt in ihren wohnwirtschaftlichen Programmen bekanntlich auch zinsgünstige Kredite zur Modernisierung und Instandsetzung. Wer diese Mittel nutzen will kann, sich allerdings nicht direkt an die KfW Förderbank wenden. Denn beantragt werden die Förderdarlehen ausnahmslos über das eigene Kreditinstitut, in aller Regel also die Hausbank des Kunden. In einer Untersuchung für die aktuelle Ausgabe ihrer Zeitschrift "FINANZtest" hat die Stiftung Warentest jetzt die diesbezügliche Vermittlungspraxis der Banken und Sparkassen unter die Lupe genommen.
Dabei hat sich gezeigt, dass nicht alle der befragten 144 Institute bereit waren, die KfW-Mittel ohne Vorbehalt in die Finanzierung einzubeziehen. Eine Bank vermittelt beispielsweise keine Kredite aus dem Gebäudesanierungsprogramm, andere steigen erst ab einer Kreditsumme von 25.000 Euro ein oder verlangen, dass der Kunde auch ein hauseigenes Darlehen aufnimmt. Andererseits ergab die Befragung auch, dass eine ganze Reihe der Institute die KfW-Kredite auch an neue Kunden und über kleinere Beträge vergeben. Meist handelte es sich dabei um regionale Sparkassen und Genossenschaftsbanken, aber auch um einige große bundesweit tätige Filialbanken, so die Finanztester. Auch die Landesförderinstitute in Sachsen (Aufbaubank), Hamburg (Wohnungsbaukreditanstalt) und Brandenburg (Investitionsbank), die unter anderem für die Landesförderung zuständig sind, vermitteln KfW-Mittel an Neukunden.
Zwar sind auch die Zinsen der KfW-Programme nicht mehr so niedrig wie bei Überarbeitung der Programme zum 1. Februar 2006 (siehe dazu die News vom 1. Februar 2006). Doch nach Berechnungen der FINANZtest lassen sich beispielsweise bei einer Investition von 60.000 Euro gegenüber einem "normalen" Bankkredit noch immer rund 10.000 Euro an Zinsen sparen. Die Stiftung Warentest rät daher, bei "unwilligen" Banken darauf hinzuweisen, dass die Vermittlung der KfW-Darlehen zu einem guten Service gehört.
Mehr zu diesem Thema finden Sie im Oktober-Heft der Zeitschrift "FINANZtest" oder (teils kostenpflichtig) hier im Internet-Angebot der Stiftung Warentest. Zu weiteren Untersuchungen der Stiftung Warentest zur Baufinanzierung siehe außerdem die News vom 9. August 2006, vom 7. Juni 2006, vom 9. Mai 2006 und vom 1. März 2006.
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