Statistisches Bundesamt: Energie hat sich seit der Jahrtausendwende drastisch verteuert
News vom 29. September 2006
Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts hat sich Energie seit der Jahrtausendwende drastisch verteuert. Der Präsident des Amtes, Johann Hahlen, gab bei der Vorstellung der 55. Ausgabe des "Statistischen Jahrbuchs" in Wiesbaden einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Energiebreich.
Danach haben sich die Preise für Energieimporte insgesamt (Kohle, Erdöl, Erdgas, Mineralölprodukte und Strom) von Januar 2004 bis August 2006 mehr als verdoppelt. Das hat sich - in abgeschwächter Form - auch auf die inländischen Energiemärkte ausgewirkt. So sind die Erzeugerpreise für Energie (Kohle, Erdöl, Erdgas, Mineralölprodukte, Strom und Fernwärme) in diesem Zeitraum um knapp 40 % gestiegen. Die private Endverbraucher mussten rund 28 % mehr für Haushaltsenergie und Kraftstoffe ausgeben. Dagegen erhöhten sich die Verbraucherpreise ohne die Energiekosten nur um 3,1 %.
Steigende Energiepreise führten dazu, dass der Anteil der Ausgaben für Energie an den gesamten Konsumausgaben der privaten Haushalte auf 7,4 % im Jahr 2005 angestiegen ist. 1991 hatte dieser Anteil noch bei 7 % gelegen und war zwischenzeitlich bis auf 6,1 % im Jahr 1999 gesunken. Die Ausgaben der Haushalte für Energie sind von 1991 bis 2005 um 59 % gestiegen, während sich das verfügbare Einkommen in der gleichen Zeit nur um 46 % erhöhte. Die privaten Haushalte gaben 2005 mehr als 98 Milliarden Euro für Energie und Kraftstoffe aus (bei einem Volumen des privaten Konsums von insgesamt 1.300 Milliarden Euro). Von den Mehrausgaben der Haushalte für den privaten Konsum des Jahres 2005 in Höhe von 18,1 Milliarden Euro entfielen allein 6,3 Milliarden Euro (bzw. 35 %) auf Energie und Kraftstoffe.
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