Verbraucherzentrale NRW warnt vor unseriösen Gebäudesanierern
News vom 12. Dezember 2006
Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale NRW vom 12.12.2006
Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor Unternehmen, die derzeit wieder in vielen Städten des Landes an der Haustür kostenlose Beratungen wie Feuchtemessungen in Kellerräumen anbieten. Unter Hinweis auf den für 2007 angekündigten Energiepass vermitteln sie Hausbesitzern den Eindruck, im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen unterwegs zu sein. "Doch das vermeintliche Beratungsgespräch soll allein "Türöffner" sein, um Aufträge für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen zu akquirieren", raten die Verbraucherschützer zur Vorsicht, "denn sorgfältige Planung und Beratung sowie Vergleichsangebote sind das A und O für eine energetische Haussanierung. Und das gibt es weder von der Stange noch auf die Schnelle." Zudem: Auch der ins Haus stehende Gebäudeenergieausweis ist kein Anlass zur Eile. Denn das Dokument, in dem der Energiebedarf bzw. -verbrauch eines Hauses oder einer Wohneinheit aufgeführt ist, wird frühestens Ende 2007 Pflicht. Und dann auch nur, wenn eine Neuvermietung oder ein Verkauf des Hauses oder der Wohnung ansteht (siehe die News vom 30. Oktober 2006).
Wer dennoch voreilig einen Vertrag abgeschlossen hat, kann diesen widerrufen. Betroffene sollten zunächst prüfen, ob sie eine Widerrufsbelehrung erhalten haben. Ist diese rechtlich in Ordnung, beträgt die Frist zum Ausstieg aus dem Vertrag zwei Wochen. Wird die Belehrung erst nach Vertragsabschluss erteilt, läuft eine Widerrufsfrist von einem Monat. Fehlt die Belehrung ganz, kann der Vertrag unbegrenzt widerrufen werden.
Rechtsberatung sowie anbieterunabhängige Energieberatung zu allen Gebäudesanierungsfragen bieten die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW. Adressen unter www.vz-nrw.de/beratungsstellen.
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