VZ NRW: Lichtblicke für die Umwelt - Umstieg von Glühbirnen auf Energiesparlampen
News vom 5. März 2007
Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale NRW vom 5.3.2007
Nicht nur in Australien ging umweltbewussten Zeitgenossen in diesen Tagen ein Licht auf: Das Aus für Glühbirnen ist dort beschlossene Sache, weil die herkömmlichen Lichtspender viel zu viel Energie verbrauchen. Auch hierzulande entbrannte flugs eine Diskussion darüber, die Glühbirne zum Auslaufmodell zu erklären. Stattdessen wird der Gebrauch von Energiesparlampen favorisiert. Einleuchtender Grund: Die herkömmliche Glühbirne produziert in erster Linie Wärme. Nur etwa fünf Prozent des benutzten Stroms werden tatsächlich in Licht umgewandelt. Energiesparlampen - auch Kompakt-Leuchtstofflampen genannt - dagegen sind anders aufgebaut. Sie leuchten viel heller als Glühbirnen mit gleicher Wattzahl und benötigen dafür nur ein Fünftel des Stroms. "Energiesparlampen sind tatsächlich einleuchtende Alternativen, da sie sich wegen ihres sparsamen Verbrauchs und ihrer Langlebigkeit für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel gleichermaßen auszahlen", rät die Verbraucherzentrale NRW künftig beim Kauf auf die Stromsparvarianten zu setzen:
- Sparpotenzial: Bislang greifen Verbraucher nur zögerlich zu Energiesparlampen. Denn eine mit der 60-Watt-Glühbirne vergleichbare 11-Watt-Energiesparleuchte kann bis zu elf Euro kosten. Damit ist sie zwar deutlich teurer als herkömmliche Glühbirnen, braucht aber bei gleicher Lichtausbeute circa 80 Prozent weniger Strom und hält zehn Mal so lange. Durch ihre längere Lebensdauer kann bereits eine Energiesparvariante für ein Plus von rund 80 Euro in der Haushaltskasse sorgen. Und schon nach 2.000 Betriebsstunden zahlt sie sich aus. Bei der Auswahl sollte man sich jedoch nicht von Billig-Angeboten blenden lassen. Ein aktueller Preis- und Qualitätsvergleich ist im Januar-Testheft der Stiftung Warentest abgedruckt.
- Haltbarkeit: Weit verbreitet ist das Vorurteil, dass Energiesparlampen beim Anschalten mehr Strom verbrauchen als in einer Stunde Betrieb. Und dass sie bei häufigem An- und Ausschalten schnell kaputt gehen. Richtig ist jedoch, dass die moderne, auf Haltbarkeit ausgelegte Konstruktion von Energiesparleuchten das An- und Ausschalten durchaus gut verträgt - vor allem wenn ein elektronisches Vorschaltgerät mit im Spiel ist und zwei Minuten zwischen An- und Ausschalten vergehen. Auch beim Starten sind sie keineswegs Energieverschwender. Im Übrigen: Licht auszuschalten, wenn's nicht benötigt wird, spart immer noch die meiste Energie.
- Lichtwärme: Vielfach wurden Kompakt-Leuchtstofflampen bislang wegen ihres kalt wirkenden Lichts links liegen gelassen. Inzwischen haben technische Weiterentwicklungen bewirkt, dass sich die Lichtfarbe der leuchtenden Energiesparer kaum noch von der Leuchtkraft konventioneller Birnen unterscheidet.
- Entsorgung: Haben Energiesparlampen ausgedient, gehören sie nicht in den Hausmüll. Denn außer Glas und umweltverträglichen Stoffen enthalten sie geringe Mengen an Quecksilber. Wie alle Leuchtstofflampen gehören auch die kompakten Modelle als Sondermüll zum Recycling oder ins Fachgeschäft zurück. Wer dies versäumt, riskiert ein Bußgeld. Denn seit März 2006 müssen Energiesparlampen ordnungsgemäß entsorgt werden.
Mehr einleuchtende Informationen und Tipps rund um Beleuchtung und Strom sparen halten die Energieberater in den örtlichen Beratungsstellen der
Verbraucherzentrale NRW bereit.
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