Tiefensee: Durch Gebäudesanierung bis 2020 rund 40 Milliarden Euro Heizkosten sparen - Neue Informationskampagne gestartet
News vom 7. März 2007
Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de
Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat gestern (6. März 2007) eine positive Bilanz nach einem Jahr CO2-Gebäudesanierungsprogramm (siehe dazu die News vom 1. Februar 2006) gezogen und auf weitere Einsparmöglichkeiten hingewiesen: Hausbesitzer und Mieter in Deutschland könnten bis zum Jahr 2020 rund 40 Milliarden Euro Heizkosten einsparen - wenn sie die Möglichkeiten der Gebäudesanierung ausnutzen. "Ziehen Sie ihr Haus warm an," empfahl Tiefensee. "Gut isolierte Wohnungen und Häuser helfen uns, die Energieversorgung sicherer zu machen. Eine warme Wohnung oder die Tankfüllung für den Weg zur Arbeit dürfen nicht zu einem Luxus werden. Durch mehr Effizienz bleiben Energie, Heizen und Wohnen bezahlbar.".
Nach Angaben des Ministeriums wurden im Jahr 2006 insgesamt 265.000 Wohnungen und Eigenheime saniert. Für gedämmte Wände und Dächer, dichte Fenster und neue Heizungsanlagen seien gemeinsam mit der KfW-Förderbank 1,5 Milliarden Euro für die Verbilligung von Krediten und für Tilgungszuschüsse zur Verfügung gestellt worden. Damit hätten Kredite von 9,4 Milliarden Euro zugesagt und insgesamt Investitionen in Höhe von 11 Milliarden Euro ausgelöst werden können (siehe die News vom 2. Januar 2007).
"Insgesamt konnten so rund 900.000 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß vermieden werden. Die Gebäudesanierung ist gut fürs Klima und für die Wirtschaft," so Tiefensee weiter. "Mit gut isolierten Wohnungen und Häusern können die Heizkosten beispielsweise für eine 83 Quadratmeter große Mietwohnung um bis zu 500 Euro gesenkt werden. Die beste Energie ist die, die eingespart wird." Der Minister kündigte außerdem einen jährlichen CO2-Energiereport an, den er erstmals im kommenden Herbst vorlegen werde. Er soll aufzeigen, welche Energiekosten entstehen, wie sich die Heiz- und Benzinkosten künftig entwickeln und wo Einsparpotenziale für Wohnen und Verkehr liegen.
Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage, die im Auftrag des Bauministeriums durchgeführt wurde, können lediglich 15 Prozent der Deutschen richtig einschätzen, wie hoch die Heizkosten-Ersparnis durch die energetische Gebäudesanierung sein kann (bis zu 50 Prozent). 64 Prozent der Deutschen unterschätzen demnach die Effekte der Gebäudesanierung und halten lediglich Einsparungen von unter 30 Prozent für möglich.
Unter dem Titel "Gebäudesanierung. Heute die Energie von Morgen sichern" startete Tiefensee außerdem eine Informationskampagne des Bundesbauministeriums. Sie soll auf den Nutzen klimagerechten Wohnens aufmerksam machen. Nach Angaben des Ministeriums entstehen rund 20 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland durch Gebäude.
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