Broschüre des Bundesamts für Strahlenschutz informiert über Radon-Gefahren im Wohnungen
News vom 28. März 2007
Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) setzen sich für einen besseren Schutz vor den schädlichen Auswirkungen des radioaktiven Radons in Wohnungen ein. Dazu fand Mitte März ein Arbeitstreffen des "Internationalen Radon Projekts" der WHO in München statt. Die Experten beurteilen die weltweit beobachteten Gesundheitsauswirkungen von Radon in Wohnungen und entwickeln effektive Strategien zur Senkung des Gesundheitsrisikos.
Radon ist ein natürliches radioaktives Edelgas, das beim spontanen Zerfall von Uran entsteht und praktisch überall in unterschiedlichen Konzentrationen vorkommt. Die Höhe der Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen hängt neben den geologischen Bedingungen von einer Vielzahl von Faktoren wie beispielsweise der Dichtigkeit des Fundaments oder Lüftungsgewohnheiten ab. Sie kann nur durch eine Messung zuverlässig ermittelt werden.
"Weltweit werden zehntausende Lungenkrebssterbefälle pro Jahr durch erhöhte Radonkonzentrationen in Wohnungen verursacht. Ein Großteil der Fälle könnte mit einfachen Präventivmaßnahmen vermieden werden. Deshalb brauchen wir mehr Aufklärung", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller (SPD), anlässlich der Eröffnung der Tagung in München. Einer Studie des BfS aus dem Jahr 2006 zufolge werden in Deutschland jährlich rund 1.900 Lungenkrebssterbefälle durch Radon in Wohnungen verursacht. "Eine größere Zahl dieser Todesfälle könnte pro Jahr vermieden werden, wenn die Radonkonzentrationen - überwiegend mit einfachen Mitteln und kostengünstig - reduziert würden", sagte Wolfgang Weiss, Fachbereichleiter des BfS. Das Bundesamt hat den aktuellen Stand der Erkenntnisse über die Radon-Gefahren in Wohnungen in einer Informationsbroschüre zusammengefasst. Sie gibt es auch Tipps, wie die Radonbelastung in Wohnräumen mit einfachen Maßnahmen reduziert werden kann (siehe dazu auch die News vom 21. Dezember 2004). Außerdem hat das Bundesumweltministerium bereits im Jahr 2004 einen Entwurf für ein Radonschutzgesetz vorgelegt, der nach Angaben von Staatssekretär Müller aber bisher am Widerstand der Bundesländer gescheitert ist.
Die Informationsbroschüre "Strahlenthemen - Radon in Häusern" finden Sie (im PDF-Format) hier im Internet-Angebot des Bundesamts für Strahlenschutz.
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