Öko-Institut veröffentlicht Übersicht der Anbieter energieeffizienter Fertighäuser
News vom 24. April 2007
Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de
Neben dem Umweltschutz sprechen auch die ständig steigenden Energiepreise dafür, sich schon beim Bau oder Kauf eines Hauses Gedanken über den späteren Energieverbrauch zu machen. Wer derzeit überlegt, ein Haus zu bauen, sollte daher auf einen möglichst hohen Energiestandard - und damit auf einen niedrigen Heizenergieverbrauch - setzen, rät das Freiburger Öko-Institut e. V.. Es hat jetzt eine Marktübersicht mit den Anbietern energieeffizienter Fertighäuser erstellt.
Dazu sagt Dr. Dietlinde Quack vom Öko-Institut: "Mit einem hohen Energiestandard verringern Bauherren nicht nur die Auswirkungen auf die Umwelt, sondern auch die jährlichen Folgekosten für den Heizenergieverbrauch". Ein gut gedämmtes Gebäude spare unterm Strich während der gesamten Nutzungszeit erheblich mehr Energie beim Heizen ein, als beim Bau für den Mehraufwand an Dämmmaterial benötigt wurde. Das habe eine Untersuchung des Instituts gezeigt, in der der Energieaufwand mehrerer unterschiedlich gedämmter Häuser über deren Lebensweg inklusive Herstellung und Nutzung miteinander verglichen worden sei.
Zu den Favoriten in der Übersicht gehören die Anbieter von so genannten "Passivhäuser", also Häusern mit einem der strengsten Energiestandards. Weitere energieeffiziente Fertighaustypen, die von diesen Herstellern allgemein oder zumindest auf Anfrage angeboten werden, sind beispielsweise so genannte "KfW-Energiesparhäuser 40" und "KfW-Energiesparhäuser 60" sowie "Drei-Liter-Häuser". Die Übersicht informiert außerdem darüber, welche Hersteller über ein Qualitätssiegel verfügen und welche "barrierefreie" oder speziell für Allergiker geeignete Häuser anbieten. Ergänzend dazu gibt es eine ausführliche Tabelle mit rund 60 weiteren Anbietern, die zwar keine Passivhäuser im Standardprogramm führen, jedoch - zum Teil nur auf Anfrage - andere energieeffiziente Fertighaustypen liefern. Die vollständige Liste lässt sich zum Beispiel nach Haustypen, Qualitätssiegeln oder Postleitzahlen filtern.
Das Öko-Institut weist aber auch darauf hin, dass potentielle Bauherren erst viele andere Fragen, insbesondere die Finanzierung, klären müssen, bevor sie sich für einen bestimmten Anbieter entscheiden. "Die Marktübersicht bietet eine Entscheidungshilfe nach energierelevanten Kriterien", so Dr. Dietlinde Quack. "Sie ersetzt aber keinesfalls eine individuelle und fachkundige Beratung". Eine solche Beratung kann beispielsweise durch eine Verbraucherzentrale erfolgen.
Die Übersicht mit den Anbietern energieeffizienter Fertighäuser nebst weiteren Informationen über die verschiedenen Haustypen finden Sie hier im Internet-Angebot des Öko-Instituts, Freiburg.
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