Zur vzbv-Homepage Zur KfW-Förderbank
Zur Startseite
Sie sind hier: > baufoerderer.de > News > News-Archiv > Sonstiges > Meldung vom 24.5.07

Umfrage der Landesbausparkassen: Hauseigentümer investieren in Energiesparmaßnahmen - Kenntnisse über Fördermittel eher gering

News vom 24. Mai 2007

Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de

Eigenheimbesitzer in Deutschland haben in den vergangenen Jahren in Energiesparmaßnahmen investiert, und wollen auch in Zukunft entsprechende Maßnahmen ergreifen. Damit reagieren sie auf die gestiegenen Energiepreise, die neuen Energieausweise und die Sorge um das Klima. Das zumindest berichtet LBS Research, der Forschungsdienst der Landesbausparkassen, mit Hinweis auf eine repräsentative Umfrage durch das Marktforschungsinstitut GfK. Im Auftrag der Landesbausparkassen wurden Hauseigentümer befragt, die in mindestens 10 Jahre alten Immmobilien wohnen.

Nach Angaben von LBS Research wurde in der Vergangenheit vor allem in Heizungen und Maßnahmen zur Wärmedämmung investiert. Bei den geplanten Maßnahmen rücken demgegenüber auch vermehrt Solaranlagen ins Blickfeld des Interesses. So habe die Befragung ergeben, dass in den vergangenen drei Jahren 30 % der Hauseigentümer ihre Heizungs- bzw. Warmwasseranlage an moderne Standards angepasst hätten. 20 Prozent der Eigentümer hätten Wärmeschutzfenster eingesetzt, fest ebensoviele (19 %) das Dach gedämmt. In die Dämmung der Fassade bzw. des Kellers hätten 12 bzw. 4 Prozent der Eigentümer investiert, während 7 Prozent eine Solaranlage eingebaut hätten.

Bei den geplanten Maßnahmen liege nach der Unfrage die Wärmedämmung des Dachs vorn, die 13 Prozent der Eigentümer durchführen wollten. Auf Platz zwei folge bereits die Anschaffung von Solaranlagen (11 % der Eigentümer), gefolgt von Investitionen in die Heizung (10 %), in die Dämmung der Fassade (9 %), in Wärmeschutzfenster (6 %) und in die Dämmung des Kellers (5 %). Die bislang bei Bestandsverbesserungen eher unbedeutende Erdwärme komme in den Planungen immerhin auf einen Anteil von 2 Prozent.

Nach dem Umfrageergebnis sollen diese Maßnahmen zudem in sehr überschaubaren Zeiträumen realisiert werden: Ein knappes Viertel der Hauseigentümer will sie bereits in diesem Jahr durchführen, weitere 30 Prozent im Jahre 2008, so LBS Research. Und obwohl teilweise aufwändigere Kombinations-Investitionen zur Energieeinsparung geplant würden, wollten 65 Prozent sie nicht auf mehrere Jahre verteilen, sondern kurzfristig zum Abschluss bringen.

Wie LBS Research weiter mitteilt, habe das bisherige Modernisierungsengagement dazu geführt, dass nur noch 5 Prozent aller Eigentümer mit ihrem derzeitigen Energieverbrauch "sehr unzufrieden" seien. Weitere 18 Prozent zeigten sich "eher unzufrieden". Außerdem lasse sich so etwas wie ein "Generationenwandel" beim Energiesparen erkennen: Während bis in die jüngste Zeit hinein eher konventionelle Verbesserungen wie modernere Heizungs- und Warmwasseranlagen sowie neue Wärmeschutzfenster im Vordergrund gestanden hätten, richte sich der Focus der Planungen für die nächsten Jahre auf eher aufwändige Maßnahmen wie neue wärmegedämmte Dächer und Solaranlagen.

Außerdem bestätige das aktuelle Umfrageergebnis die Einschätzung, dass bei der energetischen Verbesserung des Gebäudebestands die größten Impulse von den Eigenheimbesitzern ausgehen. Den Grund dafür sieht LBS Research zum einen darin, dass bei kleineren Gebäuden bauliche Veränderungen am leichtesten in Angriff genommen werden könnten, und zum anderen in den unmittelbar spürbaren positiven Folgen für die Energiekosten der Selbstnutzer. Die Umfrage zeige auch, dass meist mehrere Einzelmaßnahmen miteinander kombiniert würden, um ein optimales Einsparresultat zu erzielen. So hätten etwa von denjenigen, die ihre Fassade gedämmt haben, fast zwei Drittel gleichzeitig ihre Heizung an den neuen Wärmebedarf angepasst. Und wer seinen Keller isoliert habe, habe sich in weit mehr als der Hälfte aller Fälle auch an den Einbau von Wärmeschutzfenstern bzw. an die Dach- oder Fassadendämmung gemacht.

Die Umfrage ergab außerdem, dass viele Hauseigentümer ihre Verbesserungsmaßnahmen offensichtlich nicht von staatlichen Fördermitteln abhängig gemacht hätten. Auch unter denjenigen, die konkrete Planungen für die nächste Zeit vorhaben, habe laut Umfrage überhaupt nur ein knappes Drittel die Förderprogramme des Bundes und der Länder gekannt. Hier kann nach Auffassung von LBS Research eine intensivere Aufklärung genauso helfen wie beim Thema "Energieausweis", bei dem ebenfalls noch große Informationsdefizite bestünden (siehe dazu auch die News vom 25. April 2007).

[zurück]