Verbraucherzentrale NRW: Stromtarifrechner - Kleines Einmaleins für den Preisvergleich per Mausklick
News vom 20. August 2007
Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale NRW vom 20.8.2007
"Strom. Jetzt wechseln. Jetzt sparen." - unter diesem Motto zeigt die Verbraucherzentrale NRW in diesen Wochen Sparpotenziale beim Saft aus der Steckdose auf. "Für den Wechsel braucht¹s nur fünf Minuten. Allerdings sollten Wechselwillige genug Energie in den Preisvergleich stecken", rät sie zum ausführlichen Tarif-Check. Willkommene Assistenten dabei: Strompreisrechner im Internet. "Datenbanken werden hier mit Stromtarifen lokaler, regionaler und bundesweiter Anbieter gefüttert und versprechen Preisvergleich und Sparen per Mausklick", gibt die Verbraucherzentrale NRW wichtige Hinweise fürs kleine Einmaleins der Strompreisrechner:
- Eigenen Jahresstromverbrauch kennen:
Der Strompreis setzt sich - neben anderen Bestandteilen - vor allem aus einem verbrauchsunabhängigen Grund- und einem Arbeitspreis zusammen: Der Arbeitspreis (angegeben in Cent pro Kilowattstunde) wird nach dem tatsächlichen Verbrauch berechnet. Was bedeutet, dass Arbeitspreis und verbrauchte Kilowattstunden zentrale Größen für die Höhe der Stromrechnung sind. Außerdem: Viele Anbieter offerieren Tarife mit unterschiedlichen Grund- und Arbeitspreisen - je nach Jahresverbrauch der Kunden. Für jeden Preisvergleich empfiehlt es sich daher, den eigenen Stromverbrauch zu kennen: Auf der letzten Rechnung des derzeitigen Stromversorgers lässt sich der Jahresstromverbrauch des Vorjahres ermitteln. Auch bei den Strompreisrechnern im Internet muss meist der eigene Jahresstromverbrauch in die Eingabemasken eingegeben werden, manche bieten aber auch Musterverbräuche zur Auswahl. Je genauer der durchschnittliche Jahresverbrauch taxiert wird, desto zielsicherer ist die Suche nach dem günstigsten Anbieter!
- Postleitzahlen als Lotsen:
Stromtarifrechner fragen auch nach der Postleitzahl des Wechselwilligen - mit dieser Angabe soll sichergestellt werden, dass nur Versorger in den Vergleich einbezogen werden, die tatsächlich auch Strom ins jeweilige Gebiet liefern. Aber Achtung: Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter von Stromtarifrechnern schränken die Haftung für die Richtigkeit dieser Angaben ein! Deshalb empfiehlt sich immer die direkte Recherche oder Nachfrage beim potenziellen neuen Versorger - entweder telefonisch oder in dessen Internet-Auftritt!
- Tarifvergleich per Mausklick:
Strompreisrechner im Internet erstellen nach Eingabe der persönlichen Kennzahlen per Mausklick eine Liste mit unterschiedlichen Tarifen diverser Anbieter - in der Regel sortiert nach Höhe der Kosten. Darüber hinaus bieten sie Links, um weitergehende Informationen zu den jeweiligen Tarifen und Anbietern zu erhalten. Ökostrom-Angebote sowie Angebote des örtlichen Versorgers sind besonders gekennzeichnet. Allerdings: Nicht alles, was bei den Strompreisrechnern unter "Öko-Strom" rangiert, stiftet tatsächlich mehr Nutzen für die Umwelt. Wer auf zertifizierten Saft aus der Steckdose setzen will, sollte sich unter www.vz-nrw.de/oekostrom oder unter www.ecotopten.de informieren. Auch ist von Angeboten abzuraten, bei denen man sich zu einer höheren Vorauszahlung, zum Beispiel in Höhe des Jahresbetrages, verpflichtet. Denn bei einer Pleite des Anbieters kann das Geld dann weg sein!
- Vertrags-Check:
Strompreisrechner im Internet bieten in der Regel auch gleich den Zugriff auf Vertragskonditionen und -unterlagen des potenziellen neuen Versorgers. Bevor jedoch ein Vertrag unter Dach und Fach gebracht wird, sollte man sich - auf der Homepage des jeweiligen Anbieters oder durch telefonische Nachfrage - vergewissern, dass die im Strompreisrechner offerierten Tarife und Konditionen noch aktuell sind und mit denen im Vertrag übereinstimmen. Denn die Anbieter des PreisrechnerServices überprüfen nicht alle der von den Versorgern zur Verfügung gestellten Tarifangaben und schränken ihre Haftung dafür im Kleingedruckten ein. Auch haben Wechselwillige immer wieder die Erfahrung gemacht, dass übermittelter Vertrag und Angaben in den Stromtarifrechnern voneinander abweichen. Ebenso sollte vor einem Wechsel beim Anbieter nachgefragt werden, ob in absehbarer Zeit Preiserhöhungen ins Haus stehen.
- Auswahl des Strompreisrechners:
Derzeit gibt es eine Reihe von Internetangeboten (z. B. www.verivox.de, www.stromtarife.de, www.stromseite.de, www.stromauskunft.de, www.stromkosten-senken.de, www.stromvergleich.de, www.billig-strom.de, www.strommagazin.de), die sich in Aufmachung und verfügbaren Informationen unterscheiden. Bis auf www.stromtarife.de sind aber alle augenscheinlich auf den verivox-Tarifrechner verlinkt, so dass je nach Voreinstellungen und Filterfunktionen auch ähnliche Ergebnisse erzielt werden.
Die Verbraucherzentrale NRW ruft auf, Erfahrungen beim Stromanbieterwechsel zu schildern: internet@vz-nrw.de. Unter
www.vz-nrw.de/stromanbieterwechsel gibt's darüber hinaus weitere Informationen für Wechselwillige.
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