Stiftung Warentest: Alte Heizungspumpen sind Stromfresser - Riesiges Energiesparpotenzial im Keller
News vom 10. September 2007
Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de
Tagaus, tagein verrichten sie im Keller ihren Dienst, und im Winter laufen sie zur Hochform auf: Heizungspumpen, die für den Wasserkreislauf vom Kessel zu den Heizkörpern sorgen. Wer seine Pumpe fast vergessen hat, weil sie möglicherweise schon vor Jahren eingebaut wurde, sollte sich Gedanken über einen Austausch machen. Denn nach Angaben der Stiftung Warentest gehören alte Heizungspumpen zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Gleichzeitig böten sie das größte Sparpotenzial.
Für die aktuelle Ausgabe ihrer Zeitschrift "test" hat die Stiftung insgesamt insgesamt neun Modelle für Ein- und Zweifamilienhäuser zu Preisen (ohne Montagekosten) zwischen 97 und 450 Euro untersucht. Die Preisspanne erklärt sich u. a. daraus, dass es drei verschiedene Pumpenarten gibt: Ungeregelte Standardpumpen, geregelte Standardpumpen und geregelte Hocheffizienzpumpen. Von den letzteren schnitten alle drei untersuchten Modelle sowohl beim Gesamturteil als auch bei der Energieeffizienz mit "sehr gut" ab. Im Vergleich mit einer alten Pumpe können nach Angaben der Warentester ca. 80 bis 90 Prozent der Stromkosten eingespart werden. So koste der Strom für eine alte Heizungspumpe in einem typischen Familienhaus innerhalb von 20 Jahren etwa 2.000 bis 3.000 Euro , für eine moderne Pumpe dagegen zum Teil weniger als 300 Euro. Der Austausch der Anlage könne sich damit schon nach zwei bis vier Jahren auszahlen.
Der Grund für das enorme Sparpotenzial: Alte Heizungspumpen pumpen oft 6.000 Stunden im Jahr mit konstant hoher Leistung Wasser durch die Heizungsrohre, unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Daher verbrauchen sie im Schnitt mehr Strom als Elektroherd, Kühlschrank oder Wäschetrockner. Moderne geregelte Pumpen erkennen den tatsächlichen Heizbedarf und passen automatisch Leistung und Wasserdruck an. Die beste Energiebilanz bieten Heizungspumpen mit dem Energielabel der Effizienzklasse A. Weitere Einsparmöglichkeiten ergeben sich nach Angaben der Stiftung Warentest durch den so genannten "hydraulischen Abgleich", mit dem die Heizungsanlage optimal an den Wärmebedarf der einzelnen Räume angepasst wird. Der Abgleich muss durch eine Heizungsfachmann vorgenommen werden und gehört beispielsweise auch bei einigen Programmen der KfW Förderbank zu den Förderbedingungen.
Mehr zu diesem Thema finden Sie im September-Heft der Zeitschrift "test" oder (teils kostenpflichtig) hier im Internet-Angebot der Stiftung Warentest.
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