Verbraucherzentrale NRW: Sommerpause für Heizungen - Auszeit zum Einfrieren der Energiekosten nutzen
News vom 24. September 2007
Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale NRW vom 24.9.2007
Während der Sommer noch ein letztes Gastspiel gibt, kündigen erste Nachfröste in Hochlagen den Wechsel der Jahreszeiten unmissverständlich an. "Höchste Zeit, die Heizungsanlage nach der Sommerpause einem General-Check zu unterziehen", rät die Verbraucherzentrale NRW. Wenn nämlich eine sparsame Kessel- und Heizungstechnik Einzug hält, sind Einsparungen von bis zu 30 Prozent beim Heizenergieverbrauch drin. Die folgenden Tipps helfen, die Energiekosten wirkungsvoll einzufrieren - ohne die Strickjacke aus dem Schrank holen zu müssen:
- Check der Heizungsanlage:
Durch den Einbau einer neuen, witterungsgesteuerten Heizanlage lässt sich eine Energieeinsparung von 15 bis 25 Prozent erzielen. Weitere Vorteile liegen auf der Hand: erhöhter Wohnkomfort, Wertsteigerung des Hauses und eine nachhaltige Entlastung der Umwelt.
- Niedertemperaturtechnik:
Alte Öl- oder Gaskessel werden oftmals noch mit Heizwassertemperaturen von 70 Grad Celsius und mehr betrieben. Als sinnvolle Alternative hat sich die Niedertemperaturtechnik durchgesetzt: Deren Heizkessel passen ihre Temperatur dem Wärmebedarf an und heizen nur so viel wie nötig. Da die Kessel heute besser gedämmt sind, werden zudem übermäßige Abgas- und Bereitschaftsverluste vermieden.
- Brennwertkessel:
Brennwertkessel sind Stand der Technik und sollten erste Wahl sein. Die Brennwerttechnik nutzt die Wärme des entweichenden Abgases noch besser aus und spart bei Gaskesseln bis zu zehn Prozent an Energie ein.
- Heizungsregelung - optimale Einstellung ein Muss:
Ohne optimale Einstellung der Heizungsregelung durch einen Fachmann laufen neue Heizkessel nur auf "Sparflamme" in Sachen Energieeinsparung. Denn nur wenn die Vorlauftemperatur des Kessels stimmt, Thermostatventile richtig eingestellt sind und die Heizungsanlage richtig dimensioniert ist, wird ein optimales Sparpaket geschnürt. Dieser so genannte hydraulische Abgleich kostet zwischen zwei und sechs Euro pro Quadratmeter Wohnfläche - je nachdem, ob neue Komponenten eingebaut werden müssen (siehe dazu auch die News vom 10. September 2007). Diese Investitionen werden durch reduzierten Energieverbrauch jedoch wettgemacht. Empfehlenswert ist es, sich bei der örtlichen Innung nach Betrieben zu erkundigen, die einen hydraulischen Abgleich fachgerecht ausführen können!
- Solartechnik:
Bei günstigen Voraussetzungen schafft eine Solaranlage es in unseren Breiten, 50 bis 60 Prozent des jährlichen Bedarfs an erwärmtem Trinkwasser abzudecken. Solargestütztes Heizen bietet zusätzlich ein dickes Energiesparplus. Selbst wer jetzt noch keine komplette Solaranlage einbauen will, kann bei der Heizungsmodernisierung schon eine spätere Nachrüstung einplanen und die nötigen Anschlüsse und Leitungen bereits legen lassen.
- Finanzielle Förderung:
Für eine energiesparende Heizungsmodernisierung bewilligt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf Antrag diverse Förderdarlehen. Auch bei der Installation einer Solaranlage kann mit einer kräftigen Finanzspritze gerechnet werden (siehe die News vom 2. August 2007). Nähere Informationen zu Fördermöglichkeiten gibt es unter www.kfw-foerderbank.de.
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