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Neue Richtlinie im Marktanreizprogramm zur verbesserten Förderung erneuerbarer Energien in Kraft getreten

News vom 11. Januar 2008

Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de

Am 1. Januar 2008 ist die neue Richtlinie für das so genannte "Marktanreizprogramm" zur Förderung der erneuerbaren Energien in Kraft getreten. Die Förderung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt wird in diesem Jahr mit neuen Schwerpunkten fortgesetzt. Für das Programm stehen in diesem Jahr bis zu 350 Millionen Euro zur Verfügung, deutlich mehr als in den Jahren zuvor. Als Teil des integrierten Energie- und Klimaprogramms der Bundesregierung hat das Bundesumweltministerium eine neue Förderrichtlinie für das Marktanreizprogramm erlassen, die unbefristet ab 2008 gilt. Ab 2009 werden für das Programm bis zu 500 Millionen Euro im Jahr bereitgestellt (siehe die News vom 5. Dezember 2007).

In der neuen Richtlinie werden aus den Finanzmitteln des Bundesumweltministeriums weiterhin solarthermische Anlagen gefördert, bei denen aus Sonnenenergie Wärme für die Brauchwasserversorgung oder Raumheizung gewonnen wird (Solarkollektoranlagen). Außerdem wird die Errichtung von Biomasseanlagen finanziell unterstützt, bei denen Holz in Form von Pellets, Hackschnitzeln oder Scheitholz unter Einhaltung anspruchsvoller Emissionsgrenzwerte zur Wärmegewinnung verbrannt wird. Neu ist die Förderung von effizienten Wärmepumpen für die Warmwasserbereitung und die Bereitstellung des Heizwärmebedarfs eines Gebäudes. Die Förderung setzt bei elektrisch angetriebenen Wärmepumpen Nachweis einer Jahresarbeitszahl von mindestens 4,0 bei Sole/ Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen im Neubau (im Gebäudebestand: min. 3,7), bei Luft/Wasserwärmepumpen von mindestens 3,5 im Neubau (im Gebäudebestand: min. 3,3) sowie bei gasmotorisch angetriebenen Wärmepumpen den Nachweis einer Jahresarbeitszahl von mindestens 1,2 voraus.

Im Einzelnen sind bei der so genannten "Basisförderung" für Privatpersonen nunmehr folgende Fördermittel vorgesehen (zu den "bisher"-Angaben siehe die News vom 24. Oktober 2007 und vom 2. August 2007):

Darüber hinaus sind nach der neuen Richtlinie Zuschüsse in Kombination mit der eben beschriebenen Basisförderung möglich, wenn die Anlagen in besonders energieeffizienter Weise eingesetzt bzw. kombiniert werden. Hierzu wurde eine Bonusförderung eingeführt, wenn zusätzlich zu den eben beschriebenen Maßnahmen besonders energieeffiziente Umwälzpumpen (Bonus von 200 Euro) oder Solarkollektorpumpen (Bonus von 50 Euro) eingebaut werden oder im Zusammenhang mit der Errichtung einer Solarkollektoranlage eine bestehende Niedertemperaturheizung durch eine Brennwertheizung ersetzt wird (Bonus 750 Euro). Darüber hinaus kann für die Solar- oder Biomasseanlage ein Effizienzbonus gewährt werden, wenn der Antragssteller anhand eines Energiebedarfsausweises nachweisen kann, dass es sich um ein besonders energieeffizientes Gebäude handelt. Durch diesen Bonus kann die Basisförderung um 50 % erhöht oder sogar verdoppelt werden. Neu ist auch der sogenannte "regenerative Kombinationsbonus" in Höhe von 750 Euro, wenn gleichzeitig mit der Errichtung einer Solarkollektoranlage eine Biomasseverbrennungsanlage oder Wärmepumpe installiert wird.

Das Marktanreizprogramm, das sich vor allem an die Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern richtet, läuft bereits seit acht Jahren. Im vergangenen Jahr konnte der 1.000.000 Zuschussantrag beschieden werden (siehe die News vom 7. Dezember 2007).


Weitere Informationen zum "Marktanreizprogramm" zur Förderung der erneuerbaren Energien gibt es im Internet unter www.erneuerbare-energien.de. Zuständig für die Förderung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Frankfurter Strasse 29 - 35, 65760 Eschborn, Telefon: 06196/908-625, Fax: 06196/908800 oder 06196/94226. Dort erhalten Sie ebenfalls weitere Informationen sowie die Antragsformulare.

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