Verbraucherzentrale Niedersachsen schließt Standort Peine - Erstmals seit 2003 wird eine Beratungsstelle aufgelöst
News vom 24. Januar 2008
Quelle: Newsletter der Verbraucherzentrale Niedersachsen vom 24.1.2008
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen wird im nächsten Monat die Beratungsstelle Peine schließen müssen. Der Vorstand der Verbraucherzentrale hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Das Wirtschaftsministerium stellt die nötigen Mittel für den Erhalt der Beratungsstelle nicht bereit. "Es setzt sich fort, was 2003 begonnen wurde. Die Landesregierung zwingt mit weniger Mitteln und einer veränderten Förderstruktur die Verbraucherzentrale zum Abbau", sagte Olaf Weinel, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale heute in Hannover.
Die institutionelle Landesförderung, die der Grundsicherung des Beratungsstellennetzes dient, wurde seit 2003 von 1,6 Millionen schrittweise auf eine Million Euro in 2007 gesenkt. Zwar unterstützen Land und Bund die Verbraucherzentrale seither mit zusätzlichen Projektmitteln - diese auf wenige Themen konzentrierten und meist befristeten Förderungen können aber nicht für den Erhalt oder Ausbau der Beratungsstellen eingesetzt werden. Insbesondere im Flächenland Niedersachsen ist es wichtig, dass den Bürgern nachfrageorientiert in einem gut erreichbaren Beratungsnetz ausreichend individuelle Beratung geboten wird. Dies ist mit Projektmitteln kaum umsetzbar.
Die Verbraucherzentrale hat in den vergangenen Jahren die vom Wirtschaftsministerium geforderten Einsparauflagen umgesetzt. Es wurde nachgewiesen, dass die niedersächsischen Beratungsstellen die Nachfrage effizient bearbeiten, auf aktuelle Marktentwicklungen eingehen, es jedoch wegen verringerter Kapazität oft zu langen Wartezeiten kommt. "Trotz des erneuten Rückschlags werden wir alles versuchen, der Verbraucherberatung auch weiterhin das Gewicht zu geben, das angesichts der vielfältigen Anfragen - von A wie Abzocke im Internet bis Z wie zusätzliche Altersvorsorge - dringend benötigt wird. Dafür sind Beratungsstellen unabdingbar", betonte Olaf Weinel.
Die Verbraucherzentrale fordert von der neuen Landesregierung diese Strukturprobleme der Verbraucherberatung im Sinne einer aktiven Wirtschafts- und Verbraucherpolitik konstruktiv und zukunftssicher mit ihr zu lösen.
Termine mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen können Sie unter der Telefonnummer 0511/91196-0 oder per Fax (0511/91196-33) absprechen. Die telefonische Beratung für 1,50 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz (aus den Mobilfunknetzen gelten die Tarife der jeweiligen Anbieter!) erreichen Sie zu folgenden Themen und Zeiten: Banken/Baufinanzierung Mo. - Do. von 10 - 16 Uhr, Tel.: 09001-7979-04 und Bau-/Energieberatung Mo. - Do. von 10 - 18 Uhr, Tel.: 09001-7979-09.
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