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Verkauf von Immobiliendarlehen: Umfrage der VZ Sachsen-Anhalt bietet Orientierung für Immobiliendarlehensnehmer

News vom 28. März 2008

Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt vom 26.3.2008

Nachdem in den Medien über Verkäufe von Immobiliendarlehen an Finanzinvestoren und über mögliche Zwangsversteigerungen berichtet wurde, kam es auch in der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V. zu Nachfragen verunsicherter Immobilieneigentümer. Auch auf politischer Ebene werden mögliche Gefahren intensiv diskutiert, so dass nun ein Gesetz beschlossen werden soll, welches die Darlehensnehmer besser schützt (siehe dazu auch die News vom 6. März 2008, vom 22. Februar 2008, vom 24. Januar 2008, vom 23. Januar 2008, vom 12. Oktober 2007 und vom 2. März 2007).

Vor dem Hintergrund dieser Diskussion hat sich die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V. alle in ihrem Bundesland tätigen regionalen Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, die Sparda-Bank sowie 18 andere hier tätige Geschäftsbanken und Kreditinstitute angeschrieben, um in Erfahrung zu bringen, ob Immobiliendarlehensverkäufe stattgefunden haben bzw. geplant sind. Von den 52 angeschriebenen Kreditinstituten haben insgesamt 39 Geldhäuser (75 %) geantwortet, wobei auffällig ist, dass von den Sparkassen 84 %, bei den Volks- und Raiffeisenbanken sogar alle geantwortet haben. Bei den privaten Banken lag die Antwortquote lediglich bei 44 %.

Alle an der Umfrage teilnehmenden Kreditinstitute gaben an, keine ordnungs- bzw. vertragsgemäß bedienten Immobiliendarlehen verkauft bzw. keinen Verkauf geplant zu haben. Immerhin 19 der antwortenden Kreditinstitute räumten ihren Immobiliendarlehensnehmern ein Abtretungsverbot ein, bei 10 davon sollte dies nicht nur für Neu- sondern auch für Bestandskunden gelten. Alternative Angebote boten einige Kreditinstitute an, ohne dies näher zu erläutern, 2 Anbieter konkretisierten ihre Alternative zum Immobiliendarlehensverkauf.

Im Ergebnis der Umfrage kann Verbrauchern in Sachsen-Anhalt, die ihren Immobiliendarlehensverpflichtungen ordnungsgemäß nachkommen, mitgeteilt werden, dass nach Auskunft der meisten Kreditinstitute derzeit kein Verkauf solcher Forderungen erfolgt. Festzustellen ist aber auch, dass sich gerade private Geldinstitute nicht an dieser Umfrage beteiligt haben, die in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Kreditverkäufen namentlich benannt wurden.

Dennoch empfiehlt die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V. allen Immobilieneigentümern künftig Darlehensangebote auch bezüglich eines möglichen Verkaufs des Immobiliendarlehens genau unter die Lupe zu nehmen. Zu achten ist dabei auf die Kreditinstitute, die neben guten Konditionen vor allem den Verzicht auf Immobiliendarlehensverkäufe bieten.


Verbraucher, die mehr zum Thema Immobilienfinanzierung und Forderungsverkauf wissen möchten, können sich an die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V. wenden. Eine tabellarische Übersicht über die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.

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