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Stiftung Warentest: Ein Forwarddarlehen sichert niedrige Zinsen Jahre im Voraus

News vom 8. Mai 2008

Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de

Bankenkrise hin oder her, Bauzinsen sind derzeit wieder sehr günstig (siehe dazu auch die News vom 29. April 2008). Läuft die Zinsbindung ihres Darlehens erst in einigen Jahren aus, können sich Hausbesitzer die niedrigen Zinsen mit einem "Forwarddarlehen" sichern. Für die aktuelle Ausgabe ihrer Zeitschrift "FINANZtest" hat die Stiftung Warentest die Konditionen von mehr als 70 Banken, Versicherern und Vermittlungsgesellschaften (darunter 35 regionale Anbieter) ermittelt.

Beim so genannten "Forwarddarlehen" läuft der derzeitige Kredit normal weiter. Mit dem Forwardarlehen löst der Kreditnehmer die Restschuld des alten Darlehens wie bei der "normalen" Anschlussfinanzierung erst am Ende der Zinsbindung ab. Zinssatz, Monatsrate und neue Zinsbindung werden aber schon einige Jahre im Voraus festgelegt. Ein solches Darlehen bietet sich daher vor allem an, wenn die Zinsbindung in den nächsten Jahren endet. Doch umsonst ist diese Zinssicherung nicht: Je länger die Restlaufzeit des Altkredits, desto höher der Zinsaufschlag (siehe dazu auch die News vom 19. Juni 2007).

Hauseigentümer, die jetzt ein Forwarddarlehen abschließen, profitieren allerdings nicht nur vom jüngsten Zinsrutsch (siehe dazu auch die News vom 5. März 2008), sondern auch von besonders niedrigen Zinsaufschlägen, so die Stiftung Warentest. Sie betragen nach Angaben der FINANZtest nur noch rund einen Zehntelprozentpunkt für jeden Jahr der Vorlaufzeit, während es vor zwei Jahren noch fast zwei Zehntelprozentpunkte waren (siehe die News vom 9. Mai 2006). So wird ein Forwardarlehen mit zweijähriger Vorlaufzeit im Schnitt 0,2 Prozentpunkte teurer als ein sofort beginnendes Zehnjahresdarlehen. Die Zinssätze sind damit aber bei vielen Banken kaum höher als für ein Darlehen, das sofort ausgezahlt wird. Allerdings gibt es zwsichen den einzelnen Anbietern enorme Unterschiede. Während eine Bank beispielsweise bei einer Vorlaufzeit bis zu drei Jahren komplett auf Forwardzuschläge verzichtet, erhebt eine andere dafür bis zu 0,79 Prozentpunkte Extrazinsen. Vergleichen spart hier also bares Geld: "Der Wechsel der Bank lohnt sich schon, wenn die neue Bank einen Zehntelprozentpunkt günstiger ist", so Finanztest.

Vorsichtigen Kreditnehmern empfehlen die Finanztester Forwarddarlehen, die kurzfristig kündbar sind. Für das Kündigungsrecht wird zwar ein (weiterer) Zinsaufschlag fällig. Dafür können die Kreditnehmer sich später noch umentscheiden: Sollten die Zinsen fallen, schulden sie zum nächsten Kündigungstermin einfach auf ein günstigeres Darlehen um.


Mehr zu diesem Thema finden Sie im Mai-Heft der Zeitschrift "FINANZtest" oder (kostenpflichtig) hier im Internet-Angebot der Stiftung Warentest. Zu weiteren Untersuchungen der Stiftung Warentest zur Baufinanzierung siehe außerdem die News vom 5. März 2008, vom 11. Februar 2008, vom 12. Dezember 2007, vom 12. Juli 2007, vom 8. Juni 2007, vom 4. Juni 2007, 27. April 2007 und vom 24. Februar 2007.

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