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ifs Städtebauinstitut: Baulandpreise sind auch 2007 trotz Neubaurückgangs weiter angestiegen

News vom 21. Juni 2008

Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de

Obwohl der Wohnungsneubau schon seit Jahren rückläufig ist, sind die die Baulandpreise auch im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Nach Angaben des "ifs Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen e.V.", dem u. a. 25 Bausparkassen und 3 Banken angehören, kostete der Quadratmeter baureifes Land im vergangenen Jahr im Westen durchschnittlich 163 Euro. Damit habe sich dort der Preis seit 1998 (81 Euro) verdoppelt. In Ostdeutschland stagnierten die Baulandpreise dagegen schon seit Jahren bei knapp 50 Euro. Im Bundesdurchschnitt mussten 2007 laut ifs 132 Euro pro Quadratmeter baureifen Landes gezahlt werden, während es 1998 nur 70 Euro gewesen seien.

Dazu sagte Dr. Stefan Jokl, der Leiter des Instituts: "Der Wohnungsneubau ist in den vergangenen zehn Jahren drastisch eingebrochen. Die Baugenehmigungen haben im Zeitraum von 1998 bis 2007 um 61,7 Prozent abgenommen. Von daher hätte man eigentlich erwarten können, dass sich auch die Baulandpreise verbilligen. Aber offensichtlich halten die Kommunen das Baulandangebot weiterhin knapp, so dass sich überproportionale Preissteigerungen ergeben." Parallel zum rückläufigen Wohnungsneubau habe sich auch die Zahl der Verkaufsfälle von baureifem Land fast halbiert (1998 noch knapp 86.000 Kauffälle, 2007 weniger als 44.000). Der Kaufwert der Grundstücksflächen insgesamt sei mit 5,4 Milliarden Euro 2007 dagegen nahezu genauso hoch gewesen wie vor zehn Jahren mit 5,5 Milliarden Euro.

Verantwortlich für den Preisanstieg 2007 waren nach Angaben des Instituts einmal mehr die Stadtstaaten Hamburg und Berlin sowie das Bundesland Bayern. Hier hätten die Käufer im vergangenen Jahr 663 Euro, 437 Euro bzw. 255 Euro bezahlen müssen. In diesem Zusammenhang weist das ifs allerdings darauf hin, dass die Fallzahlen in den Stadtstaaten naturgemäß relativ gering seien, so dass es von daher immer wieder zu stärkeren Schwankungen der Preise als in anderen Bundesländern komme. Dies gelte insbesondere für Berlin, dessen Wert im Übrigen aus dem Jahre 2006 stamme, da für 2007 noch kein Wert vorliege.

Lasse man die Stadtstaaten außen vor, seien die teuersten Grundstücke nach wie vor in Bayern mit 255 Euro, in Baden-Württemberg mit 186 Euro und in Nordrhein-Westfalen mit 144 Euro zu finden. Am Ende dieser Skala lägen die ostdeutschen Bundesländer Sachsen mit 46 Euro, Thüringen mit 34 Euro und Sachsen-Anhalt mit 32 Euro. Institutsleiter Dr. Jokl geht davon aus, dass die Unterschiede zwischen Ost und West noch jahrelang bleiben werde, weil in den neuen Ländern größere Flächenreserven bestünden und die Nachfrage durch die Abwanderung der Bevölkerung sinke.

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