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LBS Research: Heizen mit erneuerbaren Energien ist "in"

News vom 1. August 2008

Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de

Die Bundesbürger setzten beim Heizen vermehrt auf erneuerbare Energien, und das nicht erst seit gestern. Wie LBS Research mitteilt, hat sich die Zahl der Wohnungen, die mit Holz, Solaranlagen, Windenergie, Wärmepumpen u. ä. beheizt werden, von 2002 bis 2006 mehr als verdreifacht (1.078.000 gegenüber 347.000 Einheiten im Jahre 2002). Der Anteil dieser Heizsysteme stieg damit in nur vier Jahren von einem auf drei Prozent an. Der Forschungsdienst der Landesbausparkassen beruft sich auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts.

Vorreiter dieser Entwicklung sind die Hauseigentümer in Bayern und Baden-Württemberg, so LBS Research. Wie schon vor vier Jahren, so entfielen auch jetzt mehr als 60 Prozent aller mit erneuerbaren Energien beheizten Objekte auf die beiden Süd-Länder. Relativ am stärksten aufgeholt hätten Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg, wo sich die Zahl der betreffenden Objekte seit 2002 mindestens verfünffacht habe. Bezogen auf die Gesamtzahl aller Wohnungen weise Thüringen hinter Bayern (7,9 Prozent) und Baden-Württemberg (5,4 Prozent) mit 4,3 Prozent bereits die dritthöchste Quote an "Erneuerbaren" auf. Nordrhein-Westfalen kommte demgegenüber nur auf einen Wert von 0,9 Prozent. Auch Schleswig-Holstein, das Saarland, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt blieben noch unter der Marke von zwei Prozent.

Den Grund dafür, dass in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts offenbar beträchtliche in zukunftsfähige Heizanlagen investiert wurde, sieht LBS Research im Bewusstsein für den Klimawandel, begrenzten Energieressourcen und drohenden Preissteigerungent. Dabei seien bei den Ein- und Zweifamilienhäusern (Eigenheime und zur Miete) bislang die größten Fortschritte erreicht worden, auf die 86 Prozent der Wohnungen mit Heizungen auf der Basis erneuerbarer Energien entfielen. Die Selbstnutzer seien dabei mit mit einem Anteil von 72 Prozent überproportional vertreten. Ihr Anteil sei 2006 gegenüber 2002 sogar noch einmal um vier Prozentpunkte gestiegen. Das liege daran, dass sie selbst über die Maßnahmen entscheiden könnten, und über die Einsparungen für die Energiekosten unmittelbar davon profitierten. Laut einer GfK-Umfrage im Auftrag der LBS aus dem Jahre 2007 wollen Hauseigentümer künftig sogar verstärkt insbesondere auf Solaranlagen setzen.

Betrachtet man das Baualter, so liegt die Quote der Wohnungen, die mit erneuerbaren Energien beheizt werden, laut LBS Research bei den jüngsten Objekten (ab dem Baujahr 2001) mit 6,5 Prozent am höchsten. Das verwundert nicht, weil solche Anlagen beim Neubau von vornherein eingeplant und mit dem relativ geringsten Aufwand realisiert werden können. Dass aber auch der Gebäudebestand umgerüstet werden kann, zeige die Tatsache, dass bereits gut sechs Prozent der bis 1918 fertig gestellten Wohnungen über Heizungen mit Holz, Solaranlagen oder Wärmepumpen verfügen. Unterdurchschnittlich seien diese Energiequellen dagegen noch in den Baujahrgängen 1949 bis 2000 vertreten.

Wie viel sich in den letzten Jahren bei den Heizungsarten bewegt hat, werde auch aus anderen Zahlen deutlich. So gehe bei den fossilen Energieträgern der Trend weiter weg vom Heizöl, nämlich von 31,8 Prozent (2002) auf 30,2 Prozent. Das seien weniger als 11 Millionen Wohneinheiten (2006). Die Zahl der Wohnungen mit Kohleheizung sei in vier Jahren sogar um 35 Prozent auf nur noch 370.000 gesunken; auch in den neuen Ländern spielen sie eine immer geringere Rolle. Der einzige weitere "Gewinner" - wenn auch nur in relativ bescheidenem Umfang - sei die Gasheizung, die bundesweit fast in der Hälfte aller Wohnungen (17,6 Millionen) für Wärme sorgt. Die Zahlen der mit Fernwärme bzw. Strom beheizten Objekte seien dagegen mit 4,8 bzw. knapp 1,5 Millionen konstant geblieben.

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