Elektrische Wärmepumpen: Kosten genau kalkulieren!
News vom 13. November 2008
Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Thüringen vom 13.11.2008
Wärmepumpen erfahren seit einiger Zeit eine Renaissance und werden sowohl von Installateuren als auch von vielen Stromversorgern eifrig beworben. Wichtigstes Verkaufsargument sind die deutlich niedrigeren Heizkosten im Vergleich zu konventionellen, mit Heizöl oder Erdgas betriebenen Heizungsanlagen. Doch Experten warnen vor Pauschalurteilen: "Die Investitionskosten für eine Wärmepumpe sind deutlich höher als bei Öl- oder Gasheizungen und hängen von vielen Faktoren wie etwa der Erschließung der Wärmequelle oder der Kälte- und Wärmeleistung der Pumpe ab", so Dipl.-Ing. Ramona Siefke von der Verbraucherzentrale Thüringen. "Ob sich diese Investition wirklich lohnt, lässt sich nicht über den Daumen peilen, sondern muss für jeden Einzelfall genau kalkuliert werden." (siehe dazu auch die News vom 2. Oktober 2008).
Wärmepumpen kühlen die Außenluft, das Erdreich oder das Grundwasser ab und geben die dabei gewonnene Wärme an das Heizungswasser und das Warmwassersystem ab. Dazu muss die Wärme mit elektrischer Energie auf ein höheres Temperaturniveau "gepumpt" werden. Eine Wärmepumpe arbeitet umso effektiver, je höher ihre mittlere Jahresarbeitszahl ist. Diese gibt an, wie viel Einheiten Wärme mit einer Einheit Strom nutzbar gemacht werden können. Gerade die für Altbaumodernisierungen vielbeworbenen Außenluft-Wärmepumpen wiesen in einem Feldtest nur sehr niedrige Jahresarbeitszahlen kleiner 3 auf. "Fachleute sind sich einig, dass diese Technik meist nur in gut gedämmten Häusern sinnvoll ist", so Siefke weiter. Auch wegen der Komplexität der Anlage empfiehlt sich vor Anschaffung und Montage eine qualifizierte Beratung, z. B. durch die unabhängigen Energieberater der Verbraucherzentrale. Dort können sich Eigenheimbesitzer oder Bauherren nicht nur über die entstehenden Kosten informieren, sondern auch erfahren, welche Vorschriften zu beachten und welche Genehmigungen einzuholen sind. Termine lassen sich unter der Nummer 0361/55514-0 vereinbaren, den nächstgelegenen Beratungsstützpunkt finden Sie auch im Internet unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.
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