Riester-Förderung im neuen Gewand - Staat will Wohn-Träume wieder unterstützen
News vom 7. Mai 2009
Quellw: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen vom 7.5.2009
Die eigenen vier Wände sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Lebensplanung vieler Menschen. Gerade für die Altersvorsorge scheint Wohneigentum besonders geeignet zu sein. Dennoch ist die Anzahl der erteilten Baugenehmigungen in den letzten 2 Jahren stark zurückgegangen. "Ein möglicher Grund dafür könnte der Wegfall der staatlichen Eigenheimzulage gewesen sein", vermutet Jens Dietrich, Referent für Finanzdienstleistungen der Verbraucherzentrale Sachsen. "Schließlich wurden Bauherren damit nicht unerheblich finanziell gefördert." Nun gibt es mit dem neuen Wohn-Riester wiederum staatliche Unterstützung für Bau- und Kaufwilllige (siehe dazu die News vom 2. April 2009 und vom 10. Februar 2009).
Die staatliche Riester-Förderung - bestehend aus Zulagen und Steuervorteilen - wurde im vergangenen Jahr auf selbst genutztes Wohneigentum ausgeweitet. Vergleichbare Produktangebote gibt es dazu aber erst seit diesem Jahr in größerer Zahl. Schwerpunkt bilden dabei Bausparverträge, die jedoch nicht immer die beste Wahl sind. "Interessierte Verbraucher sollten unbedingt auch nach Riester-Darlehen Ausschau halten, von denen derzeit allerdings leider nur wenige am Markt vorhanden sind", empfiehlt Dietrich. Dabei sollte dann darauf geachtet werden, dass der Effektivzins für das Hypothekendarlehen mit Riesterförderung nicht wesentlich höher liegt als für ein Hypothekendarlehen ohne Förderung.
"So sehr das Anliegen der Förderung zu begrüßen ist, müssen Verbraucher jedoch genau überlegen, ob diese für sie im Einzelfall sinnvoll ist", resümiert Dietrich. Denn die Förderung steht und fällt mit der eigenen Nutzung der Immobilie zu Wohnzwecken. Verkauf, Vermietung, Schenkung und andere Anlässe gelten als förderschädlich und führen grundsätzlich zu finanziellen Konsequenzen. Dennoch ist Wohn-Riester mit manchem Wenn und Aber versehen und wirkt dadurch kompliziert. Grundlegende Probleme einer Hausfinanzierung, wie zum Beispiel fehlendes Eigenkapital, wird Wohn-Riester nicht beheben können. "Wer den Bau oder den Erwerb von Wohneigentum trotzdem ernsthaft ins Auge gefasst hat, sollte Wohn-Riester in der passenden Form als Ergänzung im Finanzierungspaket erwägen", empfiehlt Dietrich weiter.
Das Vergleichen mehrerer Angebote ist vor jeder Entscheidung ratsam. Wer auf eine anbieterunabhängige Beratung setzt, ist bei der Verbraucherzentrale Sachsen auch diesbezüglich richtig. Dort gibt es jetzt ein kostenloses Faltblatt zum Thema Wohn-Riester.
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