Verbraucherzentrale NRW: Erfolgsmodell Vor-Ort-Energieberatung - Beratung folgen investitionsstarke Sanierungen
News vom 8. Mai 2009
Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale NRW vom 8.5.2009
Die Vor-Ort-Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW ist ein Erfolgsmodell: Die im Jahr 2008 in mehr als 3.800 Beratungen vorgeschlagenen Sanierungsempfehlungen mündeten in Investitionen von durchschnittlich 18.000 Euro pro Objekt, um die Heizung zu modernisieren, das Gebäude zu dämmen oder den undichten Fenstern die Tür zu weisen. Über den Daumen 800 Euro an Energiekosten sparen die erfolgreich beratenen Hausbesitzer dadurch jährlich ein. Nicht zuletzt stärken die Investitionsentscheidungen für energetische Sanierungsmaßnahmen das lokale Handwerk - und sichern oder schaffen damit Arbeitsplätze vor Ort. "Allein im März wurden landesweit mehr als 800 Vor-Ort-Energieberatungen durchgeführt - auf 2009 hochgerechnet wollen wir die Schallmauer von 5.000 durchbrechen", setzt NRW-Verbraucherzentralenvorstand Klaus Müller weiter auf Erfolgskurs: "Der Run auf das Angebot zeigt, dass unsere anbieterunabhängige Energieberatung hohes Vertrauen bei Ratsuchenden genießt, dort ausgesprochene Sanierungsempfehlungen auch in die Tat umgesetzt werden und die Förderung durch das Wirtschaftsministerium des Landes und der EU somit gut angelegtes Geld mit Effekten für Umwelt, Wirtschaft und Arbeitsmarkt ist. Künftig wird es Energieberatungsstellen auch an drei weiteren Standorten - nämlich in Iserlohn, im Kreis Minden-Lübbecke sowie in Siegburg geben", lobt er das Engagement des Landes.
In 13 Städten und Kreisen hat die Verbraucherzentrale NRW Energieberatungsstellen eingerichtet, die mit einem erweiterten Beratungsprogramm aufwarten: Wichtigstes Kernstück hierbei ist die Beratung beim Ratsuchenden zu Hause. Beim Ortstermin wird das Wohngebäude auf Herz und Nieren auf energetische Schwachstellen abgeklopft. So wird der wärmetechnische Standard der Gebäudehülle gecheckt, Heizkessel und Kaminanlage werden unter die Lupe genommen und Möglichkeiten zur Nutzung von Solarwärme ausgelotet. Sanierungswillige bekommen Informationen über voraussichtliche Kosten der vorgeschlagenen Maßnahmen, über Förderkonditionen und zu erzielende Einsparungen. Darüber hinaus arbeiten die Energieberater in diesen Städten eng mit Verwaltung und Wirtschaft zusammen, um lokale Planungsbüros und Handwerksbetriebe zu stärken.
"Die Vor-Ort-Beratung der Verbraucherzentrale NRW ist ein zentraler Baustein unserer Kampagne "Mein Haus spart" (siehe dazu die News vom 16. Mai 2008, vom 19. Juli 2006 und vom 13. Juni 2006). Unser gemeinsames Ziel ist es, die energetische Sanierungsquote bei bestehenden Gebäuden deutlich zu erhöhen", erklärt die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute in Essen. Inzwischen beteiligen sich 15 Partner an der Aktion, die das gesamte Spektrum des Sanierungsmarktes abdecken. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Im vergangenen Jahr flossen 877 Millionen Euro aus den Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für die Gebäudesanierung nach Nordrhein-Westfalen. In 2007 waren es nur 554 Millionen Euro. "Auch in diesem Jahr stehen ausreichende Fördermittel der KfW zu sehr attraktiven Konditionen zur Verfügung", so Frau Ministerin Thoben weiter und empfiehlt: "Noch nie waren die Rahmenbedingungen für die energetische Gebäudesanierung so günstig wie heute!"
Wer Energie spart, schont nicht nur sein eigenes Portemonnaie, sondern auch die begrenzten Ressourcen an fossilen Brennstoffen und die Umwelt. Rund 40 Prozent der Energie fressen Heizung, Warmwasserbereitung, Beleuchtung und Elektrogeräte in Wohngebäuden. Bis zu 70 Prozent dieses Verbrauchs lassen sich durch entsprechende Modernisierungsmaßnahmen einsparen. Neben geringeren Energiekosten steigern energetische Sanierungen zudem auch den Wert und den Wohnkomfort von Immobilien.
Häufig fehlt dem Einzelnen das Expertenwissen, um Systeme und Lösungsvorschläge zur Heizungsmodernisierung oder Wärmedämmung angemessen zu beurteilen und die Kenntnisse über Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten. An diesem Punkt greifen die Energieberater der Verbraucherzentrale NRW Wohn- und Hauseigentümern unter die Arme. Überwiegend sind es Architekten und Ingenieure, die vor Ort den energetischen Zustand von Eigentumswohnungen und Häusern analysieren und situationsgerechte Vorschläge für Energiesparmaßnahmen entwickeln. Ratsuchende erhalten nach der etwa eineinhalbstündigen Beratung bei sich zu Hause einen detaillierten schriftlichen Bericht mit individuellen Empfehlungen für eine energetische Modernisierung - als erste fachliche Unterstützung zur Vorbereitung der Sanierungsmaßnahmen sowie als Grundlage für Gespräche mit Planern und Handwerkern.
Die Beratung zu Hause kostet 60 Euro. Terminvereinbarung entweder telefonisch unter der Rufnummer 0180 111 5 999 (3,9 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise variieren) oder im Internet unter www.sparnachbar.de.
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