Zur vzbv-Homepage  Zur KfW-Förderbank
Zur Startseite
Sie sind hier: > baufoerderer.de > News > News-Archiv > Baufinanzierung und -förderung > Meldung vom 23.7.09

Stiftung Warentest: Banken verlangen häufig zu hohe Vorfälligkeitsentschädigung für Immobilienkredite

News vom 23. Juli 2009

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Warentest vom 21.07.2009

Banken verlangen zurzeit hohe Entschädigungen, wenn Kunden ihre Kredite vorzeitig kündigen. Hoch sind die Forderungen oft auch deshalb, weil sich die Banken verrechnen, so die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Finanztest-Heft.

Die Vorfälligkeitsentschädigung errechnet sich bei den meisten Banken aus der Differenz zwischen den entgangenen Zinseinnahmen und den Erträgen aus einer Wiederanlage. Aber Banken haben ihre Tricks, um die Endsumme möglichst hoch zu halten. So wird zum Beispiel die Möglichkeit des Kunden zur Sondertilgung, die die Vorfälligkeitsentschädigung mindern würde, schlicht vergessen. Auch die ersparten Risikokosten, die einer Bank im Falle eines nicht mehr bedienbaren Kredits zustehen, werden meist nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt.

Fehler in den Rechungen von Banken sind schwer zu entdecken. Eine Überprüfung der Vorfälligkeitsentschädigung, wie es Finanztest und die Verbraucherzentralen Bremen und Hamburg anbieten, ist daher ratsam. Allein im ersten Halbjahr 2009 prüften die Bremer rund 200 Bankrechnungen. Etwa jede zweite ist falsch (siehe dazu auch die News vom 31. März 2009 und vom 8. Juli 2008).

Ob Kunden überhaupt eine Entschädigung zahlen müssen, hängt von der Art ihres Kredits ab. Ein Kredit mit einem variablen Zinssatz kann zum Beispiel immer und ohne Entschädigung gekündigt werden, wo hingegen ein Festzinskredit mit Zinsbindung unter zehn Jahren nur zum Ende der Zinsbindung entschädigungsfrei gekündigt werden kann.


Mehr zu diesem Thema finden Sie im August-Heft der Zeitschrift "FINANZtest" oder (kostenpflichtig) hier im Internet-Angebot der Stiftung Warentest. Zu weiteren Untersuchungen der Stiftung Warentest zur Baufinanzierung siehe außerdem die News vom 14. Juli 2009, vom 10. Juni 2009, vom 2. April 2009, vom 28. Februar 2009, vom 10. Februar 2009, vom 4. November 2008 und vom 4. August 2008.

[zurück]