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LBS Research: Gebrauchterwerber sorgen für Modernisierungsschub - Eigenheimkäufer investieren am meisten

News vom 4. August 2009

Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de

Erwerber von gebrauchtem Wohneigentum investieren erhebliche Beträge in die Modernisierung und energetische Sanierung der Objekte und sichern damit die Immobilienbestände in Städten und Gemeinden. Drei von vier Käufern von Wohneigentum haben in den Jahren 2004 bis 2007 zugleich für die Verbesserung der Gebäudesubstanz gesorgt. Hierfür gaben sie im Schnitt rund 32.000 Euro aus. Eigenheim-Erwerber waren dabei deutlich aktiver als Käufer von Eigentumswohnungen, und sie gaben mehr als doppelt so viel Geld aus. Das zumindest sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie, auf die jetzt LBS Research, der Forschungsdienst der Landesbausparkassen, hingewiesen hat.

Die Analyse des Meinungsforschungsinstitus Infratest wurde unter anderem von den Landesbausparkassen in Auftrag gegeben. Danach ist der Anteil des Bestandserwerbs weiter angewachsen und liegt jetzt bei 56 Prozent. Im Untersuchungszeitraum der Vorgängerstudie (2001 bis 2003) hatte er mit 51 Prozent aller Käufe erstmals den Neubaukauf überflügelt (siehe dazu die News vom 14. März 2005). Den Grund dafür sieht LBS Research in den zunehmenden Preisvorteilen der Gebrauchtimmobilien. So habe der reine Kaufpreis für Bestandsobjekte in den letzten Jahren nur noch bei knapp zwei Dritteln des Neubaupreises gelegen. Vor allem bei Einfamilienhäusern sei der Preisvorteil von Gebrauchtimmobilien damit weiter angestiegen (siehe dazu die News vom 15. Juni 2009). Die Käufer hätten diese Spielräume offenbar verstärkt zur Aufbesserung des Wohneigentums genutzt, so LBS Research.

Das Spektrum der Maßnahmen reicht laut LBS Research von der Modernisierung (d. h. der Wohnwertverbesserung und Energieeinsparung) mit 60 Prozent über Instandsetzungsmaßnahmen (49 %) bis zu Ausbauten und Erweiterungen (20 %) bzw. Grundriss-Änderungen (11 %). In vielen Fällen würden die Maßnahmen auch miteinander kombiniert. Immerhin 25 Prozent aller Gebrauchterwerber hätten im Zusammenhang mit dem Kauf gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Energiebilanz ihrer eigenen vier Wände getroffen. Die beliebtesten Maßnahmen zur Energieeinsparung sind demnach Wärmedämmung (69 %), neue Heizungsanlage (59 %), Wärmeschutzverglasung (36 %), wassersparende Maßnahmen (16 %) und Solaranlagen (15 %). Zudem planten 22 Prozent aller Gebrauchtkäufer in den nächsten zwei bis drei Jahren energiesparende Maßnahmen durchzuführen.

Deutliche Unterschiede ergab die Studie bei den verschiedenen Objekttypen. So hätten Erwerber von frei stehenden Eigenheimen fast immer (nämlich zu 87 %) die Chance zu Verbesserungsinvestitionen genutzt und dabei im Durchschnitt rund 38.700 Euro ausgegeben (Reihenhäuser: 77 %, Kosten 32.400 Euro), während Käufer von Eigentumswohnungen nur in 57 Prozent der Fälle aktiv wurden und mit durchschnittlich 15.700 Euro auch deutlich weniger investiert hätten.

Wie LBS Research beim zeitlichen Vergleich hervorhebt, sahen sich Gebrauchtkäufer in den neuen Ländern zwar auch im Untersuchungszeitraum 2004 bis 2007 mit insgesamt 81 Prozent noch etwas häufiger als im ehemaligen Bundesgebiet zu Bestandsverbesserungsmaßnahmen veranlasst. Doch bei der durchschnittlichen Investitionssumme hätten die West-Käufer mit 33.000 Euro die Ost-Erwerber (mit 27.000 Euro) überholt - nachdem im Zeitraum 2001 bis 2003 die Käufer in den neuen Bundesländern noch rund doppelt so viel investiert hatten wie im Westen. Insgesamt habe sich vor allem der Anteil der aufwändigeren Maßnahmen (mit einem Volumen von über 50.000 Euro) innerhalb nur weniger Jahre von 8 auf 18 Prozent mehr als verdoppelt.

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