Seit Oktober fördert Thüringen die Sanierung zu KfW-Effizienzhäusern
News vom 15. Oktober 2009
Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de
Sei Beginn des Monats hat die Thüringer Aufbaubank (TAB) ihr Förderprogramm erweitert. Denn seit dem 1. Oktober 2009 werden auch Vorhaben unterstützt, die darauf abzielen, ein altes Haus in ein so genanntes "Effizienzhaus" zu verwandeln. Die Förderung beruht auf dem Programm "Energieeffizient Sanieren" der KfW Bankengruppe, das durch die TAB weiter verbilligt wird.
Gefördert werden klimaschutzrelevante Maßnahmen an und in eigengenutzten Eigenheimen und eigengenutzten Eigentumswohnungen, um den KfW-Effizienzhausstandard bei einer Eigenheimsanierung zu erreichen. Die Bauanzeige oder der Bauantrag für das jetzt zu sanierende Gebäude muss vor dem 1. Januar 1995 gestellt worden sein. KfW-Effizienzhäuser sind Gebäude, die bestimmte energetische Standards einhalten. Maßgeblich hierfür ist die seit 1. Oktober 2009 gültige Energieeinsparverordnung ("EnEV 2009", siehe dazu die News vom 1. Oktober 2009). So darf z. B. ein "KfW-Effizienzhaus 85 (EnEV2009)" nur 85 Prozent der Energie eines nach den Vorgaben der EnEV errichteten Neubaus benötigen. Für eine Übergangszeit bis zum 30. Dezember 2009 kann zudem auch nach den (niedrigeren) Standards der EnEV 2007 gefördert werden. Antragsberechtigt sind Eigentümerhaushalte, deren Gesamteinkommen die Einkommensgrenzen des § 9 des Wohnraumförderungsgesetzes um nicht mehr als 60 % überschreiten.
Gefördert wird mit zinsgünstigen Darlehen. Die genaue Höhe richtet sich nach den förderfähigen Kosten und beträgt bis zu 80 % dieser Kosten, maximal aber 75.000 Euro bzw. 800 Euro je qm Wohnfläche. Der Zinssatz wird für 5 oder 10 Jahre festgelegt. Die Tilgung beträgt 1,7 oder 3 % jährlich zuzüglich ersparter Zinsen, zu entrichten ab dem zweiten Jahr der Darlehenslaufzeit. Das Darlehen ist mit einem Tilgungszuschuss von bis zu 15 % kombiniert, so dass je nach Energieeffizienz des Gebäudes bis zu 15 % des Darlehensbetrags erlassen werden.
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