Stiftung Warentest: Wer vergibt KfW-Förderdarlehen ohne Einschränkungen?
News vom 5. Februar 2010
Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de
Niedrige Zinsen und Zuschüsse machen die Darlehen der KfW-Bankengruppe zu einem erstklassigen Angebot für Eigentümer, die ihr betagtes Haus modernisieren wollen. Das berichtet die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift "FINANZtest". Allerdings sei es nicht ganz einfach, diese Darlehen ohne weitere Bedingungen zu erhalten, so die Finanztester. Denn die KfW vergibt die Kredite nicht selbst, sondern über die Banken und Sparkassen. Diese sind aber nicht verpflichtet, die Förderkredite zu vermitteln. Eine Umfrage der Stiftung Warentest (Stand: 21. Dezember 2009) unter 133 Instituten und Vermittlern ergab, dass nur 10 regionale Sparkassen sowie Sparda- und Genossenschaftsbanken KfW-Kredite aus den Programmen "Energieeffizient Sanieren " und "Wohnraum modernisieren" ohne Mindestbetrag auch an Neukunden vergeben.
Bei den beiden kundenfreundlichsten überregionalen Banken erhalten Neukunden KfW-Kredite schon ab einem Betrag von 5.000 Euro. Bei vielen anderen Geldhäusern müsse der Förderkredit dagegen mindestens 25.000 Euro betragen, so die FINANZtest. Andere Banken gäben das KfW-Darlehen nur mit einem zusätzlichen Immobilienkredit ihres Hauses heraus. Außerdem verlangten immer mehr Institute, dass der Kunde den KfW-Kredit vom ersten Euro an im Grundbuch absichert. Das kostet Grundbuch- und Notargebühren, die sich nach der Höhe der Kreditsumme richten.
Die Stiftung Warentest rät daher, sich zunächst von einem unabhängigen Ingenieur oder Architekten oder von der Energieberatung der Verbraucherzentralen beraten zu lassen, duch welche Baumaßnahmen Energie gespart werden kann. Dann sollte zunächst die Hausbank nach KfW-Mitteln befragt werden. Erhalten der Kunde dort nicht das gewünschte Darlehen, sollte er sich an eine der Banken wenden, die die Förderdarlehen auch für Neukunden zu günstigen Bedingungen vergibt.
Mehr zu diesem Thema finden Sie im Februar-Heft der Zeitschrift "FINANZtest" oder (teils kostenpflichtig) hier im Internet-Angebot der Stiftung Warentest. Zu weiteren Untersuchungen der Stiftung Warentest zur Baufinanzierung siehe außerdem die News vom 4. Dezember 2009, vom 5. November 2009, vom 12. Oktober 2009, vom 10. August 2009, vom 23. Juli 2009, vom 14. Juli 2009, vom 10. Juni 2009 und vom 2. April 2009.
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