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Stiftung Warentest untersucht Immobilienkredite: Topangebote kommen von den Bausparkassen

News vom 10. März 2010

Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de

Kredite von Bausparkassen sind derzeit oft günstiger als vergleichbare Bankdarlehen. Das ist das überraschende Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Warentest von Immobilienkrediten fürs Eigenheim. Das Topangebot kam dabei von einer Bausparkasse: Einen zinssicheren Immobilienkredit mit gut 24 Jahren Laufzeit gab es hier Mitte Januar schon für einen Effektivzins von 4,02 Prozent. Dafür hätten die meisten Banken und Vermittlern allenfalls einen Kredit mit zehn Jahren Zinsbindung vergeben, so die Finanztester.

Für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "FINANZtest" wurden die Konditionen von insgesamt 87 Banken, Vermittlungsgesellschaften, Versicherern und Bausparkassen anhand von sieben Modellfällen genauer unter die Lupe genommen. Untersucht wurden die Fälle "Kredite mit langer Zinsbindung" (in zwei Varianten), "Finanzierung eines Neubaus", "Hauskauf mit KfW-Förderdarlehen", "Flexibler Kredit mit Ratenwechsel", "Anschlusskredit als Volltilgerdarlehen" und "Forwarddarlehen". Ergebnis des Tests insgesamt: Darlehen für Bauherren und Immobilienkäufer gibt es in sehr großer Vielfalt. Das führt aber auch dazu, dass die Konditionen immer uneinheitlicher werden. Die besten Zinsen, mit denen die Banken und Vermittlewr werben, könne ohnehin kaum jemand bekommen. Denn sie würden nur für einen Kredit bis zu maximal 50 Prozent des Immobilienwertes gelten. Wer ihn erhalten möchte, müsse also mindestens die Hälfte des Kaufpreises und zusätzlich die Nebenkosten für Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren aus eigener Tasche zahlen - für viele unmöglich. Die meisten Baufinanzierer müssten daher mit einem Aufschlag auf den Bestzins rechnen. Außerdem seien die "Topangebote" oft wenig flexibel und nicht für die Riester-Förderung oder die Kombination mit Förderkrediten der KfW Bankengruppe geeignet.

Die Finanztester ermittelten bei ihren Modellfällen Zinsunterschiede von bis zu einem Prozentpunkt und mehr, so dass (je nach Modellfall) bis zu 5.334 bzw. mehr als 36.00 Euro zwischen dem besten und dem teuersten Angebot liegen können. Hinzu kommt, dass bei manchen Anbietern Nebenkosten, die nicht in den Effektivzins eingerechnet werden müssen, den Kredit verteuern können. Das betrifft beispielsweise Bereitstellungszinsen, die vor der Auszahlung fällig werden, wenn das Darlehen nicht rechtzeitig abgerufen wird.


Mehr zu diesem Thema finden Sie im März-Heft der Zeitschrift "FINANZtest" oder (teils kostenpflichtig) hier im Internet-Angebot der Stiftung Warentest. Zu weiteren Untersuchungen der Stiftung Warentest zur Baufinanzierung siehe außerdem die News vom 5. Februar 2010, vom 4. Dezember 2009, vom 5. November 2009, vom 12. Oktober 2009, vom 10. August 2009, vom 23. Juli 2009, vom 14. Juli 2009, vom 10. Juni 2009 und vom 2. April 2009.

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