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Stiftung Warentest prüft Anschlussfinanzierung und Umschuldungen: Jetzt niedrige Zinsen sichern - über 20 000 Euro Unterschied

News vom 25. März 2010

Quelle: Daniel Burchard für baufoerderer.de

Hauseigentümer können das aktuelle Zinstief nutzen und sich mit dem richtigen Anschlusskredit jetzt niedrige Zinsen sichern. Endet die Zinsbindung ihres Immobilienkredites in den nächsten Jahren, können sie sich mit einem so genannten"Forwarddarlehen" vor einem Zinsanstieg schützen. Das berichtet die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift "FINANZtest".

Beim Abschluss eines Forwarddarlehens läuft der derzeitige Kredit normal weiter. Mit dem Darlehen löst der Kreditnehmer die Restschuld des alten Darlehens wie bei der "normalen" Anschlussfinanzierung erst am Ende der Zinsbindung ab. Zinssatz, Monatsrate und neue Zinsbindung werden aber schon einige Jahre im Voraus festgelegt. Ein solches Darlehen bietet sich daher vor allem an, wenn die Zinsbindung in den nächsten Jahren endet. Doch umsonst ist diese Sicherheit nicht zu haben, weil die Banken einen Zinsaufschlag verlangen. Dieser ist umso höher, je länger der Altkredit noch läuft. Andererseits sinkt er mit steigender Dauer der Zinsbindung.

Für den aktuellen Test wurden die Anschluss- und Forward-Konditionen von mehr als 80 Banken, Versicherern und Vermittlungsgesellschaften (darunter 34 regionale Anbieter) ermittelt. Modellfall war ein Kredit über 100.000 Euro (Immobilienwert: 150.000 Euro, Tilgung 3 %) mit einer Zinsbindung von 10 oder 15 Jahren. Nach den Ergebnissen der Finanztester lagen das günstigste und das teuerstes Angebot oft um mehr als einen Prozentpunkt auseinander (Stand: 10. Februar 2010). Beispielsweise habe der günstigste Anbieter für ein Forwarddarlehen mit drei Jahren Vorlaufzeit und 15 Jahren Zinsbindung einen Effektivzins von 4,54 % verlangt. Bei teuersten Anbieter habe der Zinssatz für den gleichen Kredit effektiv 5,96 % betragen. Während der Laufzeit summiert sich der Unterschied nach den Berechnungen der Finanztester auf rund 21.100 Euro.

Die durchschnittlichen Zinsaufschläge lagen bei den getesteten Darlehen zwischen 0,22 (Vorlauf von einem Jahr und fünfzehnjähriger Bindung) und 0,78 (Vorlauf 3, Bindung 10 Jahre) Prozentpunkten. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Anbietern enorme Unterschiede. Vergleichen spart hier also bares Geld: "Der Wechsel der Bank lohnt sich schon, wenn die neue Bank einen Zehntelprozentpunkt günstiger ist", so Finanztest.

Vorsichtigen Kreditnehmern empfehlen die Finanztester Forwarddarlehen, die kurzfristig kündbar sind. Für das Kündigungsrecht wird zwar ein (weiterer) Zinsaufschlag von mindestens 0,3 Prozentpunkten fällig. Dafür können die Kreditnehmer sich später noch umentscheiden: Sollten die Zinsen fallen, schulden sie zum nächsten Kündigungstermin einfach auf ein günstigeres Darlehen um.


Mehr zu diesem Thema finden Sie im April-Heft der Zeitschrift "FINANZtest" oder (kostenpflichtig) hier im Internet-Angebot der Stiftung Warentest. Zu weiteren Untersuchungen der Stiftung Warentest zur Baufinanzierung siehe außerdem die News vom 25. März 2010, 10. März 2010, vom 10. März 2010, vom 5. Februar 2010, vom 4. Dezember 2009, vom 5. November 2009, vom 12. Oktober 2009, vom 10. August 2009, vom 23. Juli 2009, vom 14. Juli 2009, vom 10. Juni 2009 und vom 2. April 2009.

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