Grundbesitzerhaftpflicht

Grundbesitzerhaftpflicht: Wann zahlt die Versicherung? Worauf muss ich achten?

Im Zusammenhang mit der Verkehrssicherungspflicht des Immobilieneigentümers ist der Abschluss einer Grundbesitzerhaftpflichtversicherung dringend zu empfehlen. Denn wenn ein Besucher oder Passant auf Ihrem Grundstück oder auf dem Bürgersteig vor Ihrem Haus stürzt und sich etwa einen komplizierten Bruch zuzieht, kann das für Sie als Hauseigentümer teuer werden. Wer eine Privathaftpflichtversicherung hat, sollte prüfen, inwieweit die Grundbesitzerhaftpflicht schon darin enthalten ist.

Wann tritt die Versicherung ein?

Kommt es auf dem Grundstück zu einem Unfall eines Besuchers, weil der Eigentümer seinen Verkehrssicherungspflichten nicht nachgekommen ist, zahlt die Versicherung dessen Schaden. Sie als Eigentümer der Schadenquelle haften nämlich, wenn Sie schuldhaft gehandelt oder schuldhaft eine Pflicht verletzt haben und beispielsweise auf dem Weg zur Haustür Schnee oder Eis nicht entfernt haben.

Gefahrenquelle ist auch ein Gartenteich, der so gesichert werden muss, dass niemand, insbesondere kein Kind, hineinfallen kann. Oder das Hausdach muss nach einem Sturm begutachtet werden, um gegebenenfalls lose Dachziegel zu befestigen. Auch Bäume sollten Sie regelmäßig auf Bruchgefahr überprüfen lassen. Sind Sie hier nachlässig und ein Schaden tritt ein, kommt die Haftpflichtversicherung zum Zuge.

Außerdem tritt die Versicherung ein, wenn Sie sich als Hauseigentümer gegen unberechtigte Ansprüche wehren müssen. Damit hilft die Versicherung, Anwaltskosten zu sparen.

Worauf muss ich achten?

Die Grundbesitzerhaftpflicht ist in der Regel in der allgemeinen Privathaftpflicht enthalten. Einige Versicherer schließen ein Wochenendgrundstück, vermietete Wohneinheiten oder Garagenobjekte in der Privathaftpflicht mit ein, manche nicht. Der Blick in den Versicherungsvertrag lohnt sich also. Einliegerwohnungen oder Mehrfamilienhäuser sind gesondert zu versichern.

Eine Grundbesitzerhaftpflicht erhalten Sie ab 30 Euro jährlich. Vergleichen Sie die Angebote übers Internet oder lassen Sie einen Versicherungsmakler Angebote vorlegen. Einen Wechsel der Versicherungsgesellschaft, um an der Prämie zu sparen, sollten Sie sich gut überlegen. Wenn Sie bei einer Versicherung bereits einige Jahre schadenfrei waren, wird die Regulierung im Schadenfall womöglich kulanter ausfallen, als bei einem neuen, billigeren Anbieter.

Auch bei der Grundbesitzerhaftpflicht gelten die allgemeinen Kündigungsbedingungen. Eine Kündigung muss drei Monate vor Ablauf beim Versicherer eingehen. Die Kündigung per unterschriebenem Fax wird anerkannt, per E-Mail meist nicht. Jeder Vertrag ist nach EU-Recht nach drei Jahren kündbar (nach Abschluss bzw. vereinbarter Vertragsverlängerung).

Tipp

Haftpflichtversicherungen sind steuerlich absetzbar. Weitere Informationen erhalten SIe bei der Finanzierungsberatung der Landesverbaucherzentralen.

Stand: 
Donnerstag, 31. März 2016

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