Erneuerbare Wärme

Solarthermieanlagen, Heizungsaustausch, Nutzung von Biomasse und Wärmepumpen

Förderart:
Investitionszuschuss
Förderumfang:
Höhe der Förderung ist abhängig von Art und Umfang der Maßnahme
Bereitgestellt durch:
Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg)
Geltungsbereich:
Hamburg
Stand:
Sonntag, 30. April 2017
Übersicht

Die Freie und Hansestadt Hamburg unterstützt auf der Grundlage der Förderrichtlinie Erneuerbare Energien die Installation von Solarthermieanlagen, den Heizungsaustausch bei gleichzeitiger Installation von Solarthermieanlagen, die energetische Nutzung von Biomasse sowie Anlagenkombinationen mit Wärmepumpen.

Im Fördermodul „Solarthermie und Heizungsmodernisierung“ werden mitfinanziert:

  • Solarthermieanlagen bei Wohngebäuden im Bestand,
  • Solarthermieanlagen bei Nichtwohngebäuden im Bestand und im Neubau,
  • Solarwärme-Monitoring beim Neubau einer Solarthermieanlage bei Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden im Bestand und im Neubau,
  • der Austausch von Heizungsanlagen in Kombination mit gleichzeitig geförderten Solarthermieanlagen sowie der Ersatz einer bestehenden Heizung durch Anschluss an ein Wärmenetz.

Im Fördermodul „Bioenergie und Wärmenetze“ werden mitfinanziert:

  • Biomasse-Verbrennungsanlagen ab einer Leistung von 100 kW,
  • andere Bioenergieanlagen sowie
  • Nahwärmenetz

zur überwiegenden Versorgung von Bestandsgebäuden.

Im Fördermodul „Anlagenkombinationen mit Wärmepumpen“ werden Wärmepumpen ab einer Nennwärmeleistung von 40 kW mit und ohne saisonalem Speicher zur überwiegenden Versorgung von Bestandsgebäuden mitfinanziert.

Tipp

Alle Installationen müssen von fachkundigen Handwerksbetrieben ausgeführt werden, die in die Handwerksrolle für das Installateur- und Heizungsbauerhandwerk (Solarthermie: auch Dachdeckerhandwerk) eingetragen sind.

Das Förderprogramm im Detail
Wer erhält die Förderung?

Antragsberechtigt sind Grundeigentümer und dinglich Verfügungsberechtigte sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Organisationen mit vergleichbarer Zielrichtung in Hamburg.

Konditionen

Solarthermie-Zuschuss

  • 100 EUR je m² Aperturfläche (Kollektoreintrittsfläche)

Monitoring-Zuschuss

  • 1.750 EUR bei Anlagen mit einer Aperturfläche von 20 bis zu 100 m², 2.600 EUR bei Aperturfläche von 100 bis 200 m².
  • Bei Anlagen mit einer Aperturfläche von mehr als 200 m² erfolgt die Festlegung des Zuschusses einzelfallbezogen.

Austausch heizungstechnischer Anlagen

  • 90 EUR je m² Aperturfläche für Holzpelletheizungen; mindestens 1.500 EUR und höchstens 7.500 EUR.
  • 60 EUR je m² Aperturfläche für alle anderen förderfähigen Heizungsanlagen sowie beim Anschluss an ein Wärmenetz mit einem Primärenergiefaktor von höchstens 0,75; mindestens 1.000 EUR und höchstens 5.000 EUR.

Nutzung von Biomasse

  • Bei Biomasse-Verbrennungsanlagen beträgt der Zuschuss 45 EUR je kW Nennwärmeleistung bis 500 kW.
  • Bei größeren Verbrennungsanlagen und bei anderen Bioenergieanlagen wird die Höhe des Zuschusses im Einzelfall festgelegt (mindestens 600 EUR).
  • Bei Nahwärmenetzen beträgt die Förderung circa 30 EUR je Meter Netzlänge.

Zuschuss für Anlagenkombinationen mit Wärmepumpen und saisonalem Speicher

  • 700 EUR pro jährlich eingesparter Tonne CO2 bei einer Einsparung bis einschließlich 50 Tonnen CO2
  • Ab einer Einsparung von mehr als 50 Tonnen CO2 wird der Zuschuss pro jährlich eingesparter Tonne CO2 linear bis zu einer Einsparung von insgesamt 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr, mit einer Zuschusshöhe von 250 EUR pro jährlich eingesparter Tonne CO2 abgesenkt.

Zuschuss für Anlagenkombinationen mit Wärmepumpen ohne saisonalem Speicher

  • 500 EUR pro jährlich eingesparter Tonne CO2 bei einer Einsparung bis einschließlich 50 Tonnen CO2
  • Ab einer Einsparung von mehr als 50 Tonnen CO2 wird der Zuschuss pro jährlich eingesparter Tonne CO2 linear bis zu einer Einsparung von insgesamt 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr, mit einer Zuschusshöhe von 100 EUR pro jährlich eingesparter Tonne CO2 abgesenkt.
Kombination mit anderen Fördermitteln

Eine Kombination der Förderung mit anderen Förderprogrammen, insbesondere einer Förderung aus dem Marktanreizprogramm des Bundes, ist grundsätzlich zulässig.

Vollständige Informationen

Nehmen Sie vor Beginn Ihres Vorhabens Kontakt mit der IFB Hamburg auf.

Der maximale Förderbetrag je Vorhaben beträgt 500.000,– €. Dieser Höchstbetrag gilt sowohl für Vorhaben, für die eine Förderung aus nur einem Modul gewährt wird als auch für Vorhaben, für die eine Förderung aus mehreren Modulen dieses Förderprogramms gewährt wird.

Beratung

Weitere Informationen finden Sie bei der IFB.

Tipp

Die Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2020.

Besondere Hinweise

Anträge sind vor Beginn der zu fördernden Maßnahme und unter Verwendung der Antragsformulare zu stellen an die:

Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) 
Besenbinderhof 31 
20097 Hamburg 
Tel. (0 40) 2 48 46-0 
Fax (0 40) 2 48 46-4 32 
E-Mail: info@ifbhh.de 
Internet: http://www.ifbhh.de

Unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale.

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Neben der Beschreibung des Fördermittels finden Sie eine dazu passende Checkliste sowie weitere nützliche Informationen.