Förderung selbst genutzten Wohnraums - Verbesserung der Energieeffizienz und Einbruchschutz

Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Wohnungsbestand

Förderart:
Kredit
Förderumfang:
maximal 40.000 Euro pro Wohnung
Bereitgestellt durch:
NRW.BANK
Geltungsbereich:
Nordrhein-Westfalen
Stand:
Sonntag, 30. April 2017
Übersicht

Gefördert werden bauliche Maßnahmen (Modernisierung) und die hierdurch bedingten Kosten, die zur nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz und damit zur Senkung der Nebenkosten im Wohnungsbestand sowie zu einer verstärkten CO2-Einsparung beitragen.

Folgende Maßnahmen sind förderfähig:

  • Wärmedämmung der Außenwände,
  • Wärmedämmung der Kellerdecke und er erdberührten Außenflächen beheizter Räume oder der untersten Geschossdecke,
  • Wärmedämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke,
  • Einbau von Fenstern, Fenstertüren, Dachflächenfenstern und Außentüren,
  • Maßnahmen zur energieeffizienten Verbesserung bzw. zum erstmaligen Einbau von Heizungs- und Warmwasseranlagen auf der Basis von Brennwerttechnologie, Kraft-Wärme-Kopplung oder Nah-/Fernwärme sowie erneuerbare Energien.
  • Einbau von Lüftungsanlagen,
  • Instandsetzungsmaßnahmen, die durch die geförderten Maßnahmen verursacht werden,
  • Nachweise bzw. Energiegutachten, die im Zusammenhang mit den geförderten Maßnahmen stehen,
  • Erneuerung und der erstmalige Anbau eines barrierefreien Balkons, Terrasse oder Loggia im Zusammenhang mit der Wärmedämmung der Außenwände,
  • Ausbau- und Erweiterung des vorhandenen Wohnraums im Zusammenhang mit der Dämmung der Außenwände und/oder des Daches,
  • Maßnahmen zum Schutz gegen Einbruch und zur Verbesserung der Sicherheit am und im Gebäude im Zusammenhang mit den zuvor genannten Maßnahmen.
Tipp

Vorrangig sollen Maßnahmen gefördert werden, die ein Sachverständiger in dem vorzulegenden Energieausweis empfohlen hat. Der Nachweis über die Einhaltung der Anforderungen muss durch einen Sachverständigen erfolgen, der zur Ausstellung von Energieausweisen berechtigt ist.

Das Förderprogramm im Detail
Wer erhält die Förderung?

Natürliche Personen als Eigentümerinnen und Eigentümer oder sonstige dingliche Verfügungsberechtigte von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen mit ausreichender Kreditwürdigkeit. Die Immobilie muss zum Zeitpunkt der Antragstellung vom Eigentümer oder von seinen Angehörigen selbst genutzt werden oder zu deren Nutzung bestimmt sein.

Außerdem muss der Haushalt bestimmte Einkommensgrenzen einhalten.

Konditionen
  • Das Darlehen beträgt maximal 40.000 Euro pro Wohnung, höchstens 85% der förderfähigen Bau- und Baunebenkosten.
  • Bei Objekten, für die zeitgleich Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren (Nr. 1 der Richtlinie BestandsInvest) gefördert werden, kann das Darlehen bis
    zu 65.000 Euro pro Wohnung betragen.
  • Fallen bei der energetischen Sanierung von denkmalgeschützten, denkmalwerten oder städtebaulich und baukulturell erhaltenswerten Gebäuden denkmal- oder städtebaulich bedingte Mehrkosten an, kann das Darlehen um maximal 25.000 Euro pro Wohnung erhöht werden.



    Darlehensbeträge unter 2.500 € werden nicht bewilligt.
Kombination mit anderen Fördermitteln

Die Kombination mit der Förderung „Reduzierung von Barrieren“ ist möglich.

Neben der Förderung nach dieser Richtlinien können die wohnungswirtschaftlichen Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eingesetzt werden. Die Summe der Fördermittel darf die Summe der Gesamtkosten für die geförderten Maßnahmen/ Einzelmaßnahmen abzüglich des Eigenleistungsanteils  nicht übersteigen.

Vollständige Informationen

Fördervoraussetzung ist, dass

  • Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz werden nur in Wohnungen/Häuser gefördert, für die ein Bauantrag oder die Bauanzeige vor dem 01.02.2002. Dies gilt nicht bei der Erneuerung von Heizungs- und Warmwasseranlagen mit Einsatz erneuerbarer Energien;
  • das anrechenbare Einkommen des nutzenden Haushalts die Einkommensgrenzen des § 13 Abs. 1 WFNG nicht übersteigt.
  • Eigenleistung muss mindestens in Höhe von 15% der förderfähigen Bau- und Baunebenkosten erbracht werden.

Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) in der jeweils gültigen Fassung sind bei der Durchführung der Maßnahmen einzuhalten.

Beratung

Weitere Informationen erhalten Sie bei der NRW.Bank.

Besondere Hinweise
Anträge sind vor Baubeginn bzw. Kauf des Objekts beim zuständigen Amt für Wohnungswesen bei der Stadt- oder Kreisverwaltung zu stellen.

Informationen erteilt auch die: 
NRW.BANK
Kavalleriestraße 22
40213 Düsseldorf

Unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale.

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